Für den vorletzten Abend in Wien im Mai 2025 hatte ich bewusst eine Location absolut unweit meines Hotels ausgesucht, da ich bereits ahnen konnte, dass meine Füße an dem Tag einiges geleistet haben werden. Und zwar ging es das Restaurant "Der Ringsmuth", das sich praktisch unmittelbar am Hauptbahnhof an der Ecke zur Sonnwendgasse befindet.
Letztes Jahr war ich hier schon mal vorbeigekommen und fand die Location ansprechend genug, um sie dieses Jahr mal zu testen. Was durch einen Blick auf die Website erhärtet wurde.
"Der Ringsmuth" sieht von außen weniger gediegen aus als das Restaurant tatsächlich ist. Gediegen, allerdings nicht abgehoben. Gehoben, aber nicht überteuert. Angenehme Töne mit Mischung aus klassisch und modern bei der Einrichtung. Und am Abend ist es vermutlich besser, wenn man (wie ich) reserviert.
Durchaus spannend ist, dass es hier eigentlich zwei Karten gibt, nämlich eine klassische Karte und eine moderne und kreative Karte. Ich wollte keine übermäßigen Experimente und wählte von der klassischen Karte. Als Vorspeise gab es (saisonal) einen Traum von Spargelsalat, mein Hauptgang war ein hervorragender Tafelspitz und schließlich gab es last but not least als Nachspeise ein Sauerkirsch-Sorbet. Alles wirklich vorzüglich, der Service war auch angemessen und hat gepasst, das Gedeck war keine Abzocke (da erlebt man in Wien manchmal ja schon deutlich andere Dimensionen). Nervig war eigentlich nur das ältere schweizerische Ehepaar am Nachbartisch, bei dem der Mann genauso peinlich war wie er sich wohl toll vorkam. Aber dafür kann die Location ja nichts.
Mehr als gesättigt war ich froh, dass ich nur wenige Schritte bis zu meinem Hotel rollen musste, denn hier wird man definitiv satt. read more