Wir waren Anfang August zu sechst in der Vineria, um einen Geburtstag zu feiern. Wie zuvor im Internet gelesen, gab es live Klaviermusik, die den Abend trotz der Enttäuschung über das Restaurant lohnenswert gemacht hat. Unser Tisch wurde, wie auch schon an anderer Stelle beschrieben, von zwei Kellnern bedient, was zwangsläufig zu Konfusion führt. Nachdem wir die Empfehlung eines Kellners, eine große Vorspeisenplatte zu nehmen, ablehnten, schien dieser auch schon etwas beleidigt. Es dauerte dann sehr lange bis wir die Speisen bestellen durften. Der Kellner erklärte vorab zur Karte, dass ein spezielles Pastagericht nur noch zweimal verfügbar war. Nachdem circa 20 minuten ab unsererer Bestellung vergangen waren, kommt der Kellner und sagt, dass die Bestellung des Geburtstagskindes auch aus sei. Weiß man das nicht vorher? Warum die späte Nachricht und nicht schon als der Kellner dem Koch unsere Bestellung gibt? Auf Nachfrage verstrickt sich der Kellner in Widersprüche: die bestellten Ochsenbäckchen seien einfach aus, bis dahin, dass der Koch die tiefgekühlten Teile erst auftauen müsste. Wir bestellen also neu, es dauert sehr lange. Zwischendrin geht einer von uns rein und fragt im Restaurant nach einem Zigarettenautomaten, Der Weg wird ihm beschrieben, während das Servicepersonal um die Bar steht. Es wird ihm hinterhergerufen, dass der Automat aus sei, er ihn erst anschalten müsse und zwar, indem er sich auf den Boden kniee und unter dem Gerät blind einen Knopf suchen und betätigen müsse. Das gehört doch wohl wirklich nicht in ein rerstaurant dieser Klasse. Ebenso ist es wohl ein Unding, dass keiner von uns entsprechendes Besteck erhielt. Pasta, 2 mal Fisch, Steak. Klar, meinen Fisch kann ich durchaus auch mit normalem Messer essen, allerdings kam der Löffel zur Pasta auch erst nach dreimaligem Nachfragen. Qualität der Speisen: Steak schmeckt gut, mein Fisch schmeckte insgesamt auch ganz gut, wenn er auch teilweise versalzen war. die Pasta schmeckte einfach nur langweilig und unoriginell. Ein Tiefkühlprodukt bringt das gleiche. Nach dem Essen erscheint der Chef am Tisch und fragt nach, da er bereits mitbekommen hat, dass wir enttäuscht sind. Erklärt sein (nicht ehrlich klingendes) Bedauern über das Problem mit den Ochsenbäckchen, gibt noch eine andere Erklärung und fragt dann, wie es uns geschmeckt habe und antwortet ohne unsere Antworten abzuwarten, stellvertretend mit einem Schwall von Eigenlob - sein Essen sei hervorragend, hervorragend, hervorragend. Als Entschuldigung für das fehlende Essen gibt es einen Cocktail vom Haus. Auf Nachfrage kann der Kellner nicht erklären, aus was dieser gemixt ist und bietet auch nicht an nachzufragen. Auch bei der Bestellung der Aperitives zeigte sich das Personal sehr unflexibel: Negroni? Nein, das hätten sie nicht. Obwohl so einfach aus Basics zu mixen. am Ende wieder das gleiche Spiel bei der Bezahlung, der Chef lobt sein essen als erstklassig und wirkt nicht bereit, Kritik zu hören. Ich gehe definitiv nicht mehr zum Essen dorthin, höchstens zum Wein trinken. Für diese Preisketegorie erwarte ich definitiv einen besseren Service. read more