Es ist einfach nicht nachzuvollziehen, woher der Hype um den
Tigerpalast kommt. Schon beim Einlass hatte man durch die überzogen höfliche,
aber sehr (!!!) bestimmende Art des Personals ein ungutes Gefühl. So waren
unsere Plätze auf der unteren Stufe hinten, sodass einiges an den Darbietungen
nicht zu sehen war. In der Pause nach den Plätzen im oberen Bereich gefragt,
wurde uns erklärt, dass es dem Kollegen wohl nicht GEPASST (!!) hätte und wir
so nicht dort obwohl rechtzeitig platziert worden seien. Dass es nicht billig sei, hatte sich schon herumgesprochen.
Dass aber eine Flasche Selters 0,75 knapp 10 Euro kostet ist schon happig. Die
Eintrittspreise sind ja - selbst wenn
man reduzierte bekommen hätte heftig. Auch Kuchen, Kaffee etc. war schlicht
weg out of range der Vernunft. Aber all' das wäre ja nebensächlich, wenn es wenigstens eine
ordentliche Show gegeben hätte. Aber was da mit Ausnahme von Zwillingen, die
eine Hochseil-Attraktion darboten und einem Künstler, der seinem Körper auf
einem Arm balancierend alles abverlangte auf der Bühne herum hopste, war z.T.
unter dem Niveau einer Garde-Veranstaltung zu Karneval. Kurz, zwei ordentliche,
vier durchschnittlich und zwei wirklich grottenschlechte Performances. Ein
selbsternannter Clown, bei dessen Auftritt man eher weinen mochte und eine sog.
Künstlerin aus New York, die wahrscheinlich für ihren Auftritt Geld mitbrachte.
Der Conférencière sollte ob seines Vortragstalentes (wirklich gut) lieber
eine eigene Show aufmachen, das Publikum hätte mehr davon (und er auch !!) Die Darbietungsdauer war entsprechend kurz. Von den zwei
Stunden kann man getrost 45 min, die für die Pause und den anschließenden Um-
u. Rückbau (wo 80% den Publikums ihren Platz räumen und auf die Bühne
umquartiert wurden..), abziehen. Mal ehrlich: da bekommt man im Zirkus meist
mehr geboten und das für weniger Geld. Es war die pure Enttäuschung und leider ein
Weihnachtsgeschenk für Freunde. Wir haben uns selten so für etwas geschämt,
wofür wir eigentlich nichts konnten. Wahrscheinlich sind die Macher aus der Zeit, wo das nehmen
wir mal an - noch richtig gute
Darstellungen geboten wurden und so auch der Ruf entstand verwöhnt und blind
(oder wollen es nicht sehen, sparen an den Artisten im Einkauf liegt der
Gewinn (alte Kaufmannsweisheit), dass sie hier nicht an der
Wiederherstellung der verloren gegangenen Qualität arbeiten. Hier wäre es wirklich angebracht gewesen: I want my
money back read more