Wir sind nach D-d neu zugezogen
und da alle unsere Tiere aus einem Tierheim stammen (zahlreiche Vorerkrankungen
und daher oft Notfälle), waren wir in den letzten Monaten mehrmals gezwungen, die Dienstleistungen der Lesia
Klinik in Anspruch zu nehmen. Zu bemängeln gibt es daher eine lange Liste der
Dinge: -
Sehr
lange Wartezeiten auch bei Notfall. Wir mussten mit unserem Hund, der seit Jahren am Herz erkrankt ist, bei
einer Notfallsituation (zu viele Herzschläge pro Minute, Kurzatmigkeit, Husten,
beinahe Ertrinken wegen der Flüssigkeit in der Lunge) mehr als eine Stunde auf
einen Tierarzt warten. Man kann sich vorstellen wie sich die lange Wartezeit
auf ein gestresstes, ohnehin krankes Tier auswirkt. Offensichtlich hat dort in
den Abendstunden meistens nur ein einziger TA Dienst. -
Lange
Wartezeiten auch bei vereinbarten Terminen. Auch wenn man
endlich aus dem Wartebereich in ein Behandlungszimmer gelangt, ist es meistens
mit der Warterei immer noch nicht vorbei. Der TA springt von einem Raum zu dem
anderen und macht einen recht verwirrten und inkompetenten Eindruck. Wir haben
auch schon erlebt, eine Stunde warten zu müssen und zwar nur auf eine Infusion.
Es hätte eigentlich nur der Venenzugang gemacht werden müssen, weil wir die
restliche Zeit, während der die Infusion verabreicht wird, bei dem Hund
bleiben. Ihn dort alleine zu lassen wäre
einfach unmöglich. Uns ist klar, dass dort keiner nach ihm schauen würde und
der Stress allein, abgesehen von der Krankheit, könnte für ihn tödlich sein. -
Nach unserer Erfahrung finden unter den Ärzten keine Absprachen statt. Obwohl wir mit unserem
Hund sowohl zur Untersuchung als auch
bei Notfällen mehrmals in der Klinik waren und seine Krankenakte mittlerweile
ziemlich umfangreich geworden ist, hat sich keiner der behandelnder TÄ mit der
Krankheitsgeschichte vertraut gemacht. In Praxis hieß es für uns bei jedem
Termin, jedem einzigen TA von unserem Hund und seiner Erkrankungen von Neuem zu
berichten. Dabei wurden wir nach den Dingen gefragt, die bereits in die elektronische
Krankenakte aufgenommen wurden. Es hat u.a. dazu geführt, dass unser Hund
zweimal Blut abgenommen wurde um es zweimal auf eine und die gleiche Bakterie
testen zu lassen. Und das obwohl wir dem behandelnden TA erklärt haben, im
vorigen Termin wären die Tests bereits veranlasst worden. Wohlbemerkt, auf das
Ergebnis mussten wir einen Monat lang warten, niemand von der Klinik hat sich
bei uns gemeldet. -
Bei dieser Arbeitsweise ist eine richtige Diagnose oder überhaupt eine, nicht zu erwarten. Meistens sah es in
unserem Fall so aus, dass wir zuerst eine Freundin, die auch Tierärztin ist, telefonisch
konsultiert haben. Sie hat uns per Hinweise gegeben (jedes Mal lag sie richtig)
mit denen wir dann zu Lesia gefahren sind. Schon an der Rezeption mussten wir
unseren Verdacht darstellen und auch gegen die allesbesserwissende Helferin
verteidigen, später dasselbe vor dem TA, der immer skeptisch uns gegenüber
stand. Nach langem hin und her und weil sie meistens nichts besseres wussten,
haben uns die TÄ unsere Tipps folgend geholfen. Bei der Endometritis unserer
Hündin, die für uns sehr akut aussah, hat man uns bei Lesia geraten, abzuwarten
bis der verdächtige Ausfluss kommt. Nur weil wir darauf bestanden haben weitere
Untersuchungen zu veranlassen wurde die Hündin den weiteren Tests unterzogen
und am selben Tag operiert. Fazit: bei Lesia müssen Sie immer vorab wissen,
woran ihr Tier leidet und dann den TA davon überzeugen. Andererseits werden
auch die überflüssige Untersuchungen gemacht, die im Endeffekt nichts bringen,
außer eine hohe Rechnung. -
Die Damen an der Rezeption ignorierten uns meistens, man wird selten gegrüßt,
manchmal steht man 15 Min an der Theke um überhaupt aufgenommen zu werden, obwohl
dort zugleich zwei Helferinnen sitzen. Wir sind mit den Dienstleistungen
der Klinik unzufrieden und werden sie nicht weiter empfehlen. Wir fühlten uns
dort keineswegs gut aufgehoben, mit unseren kranken Tieren und Sorgen waren wir
allein gelassen. Die TÄ scheinen kein
Herz für Tiere zu haben. Auch am Feingefühl mangelt es, uns wurde viel zu
schnell die Einschläferung angeboten, dabei haben wir eine genaue Diagnose und Behandlung
erwartet. Wir haben mittlerweile einen guten und lieben TA gefunden und hoffen,
dass wir Lesia meiden können. Es ist tragisch, dass man bei Notfall weiterhin
auf solche Kliniken angewiesen wird. read more