Das Summer Island ist eine Cocktail-Bar in Berlin-Marzahn, direkt neben der UCI Kinowelt am Eastgate. Eine nett aussehende Location im Strandbar-Stil weckt das Interesse der vorbeiziehenden Massen.
Die Verkehrsanbindung direkt am S-Marzahn ist durch etliche öffentliche Verkehrsanbindungen, von Bus bis S-Bahn bestens gegeben, wo wir auch leider schon am Ende der Vorzüge des Summer Islands sind.
Überhöhte Preise für den Standort und unfreundlicher Service laden den Gast eher dazu ein, schnell das Weite zu suchen als noch einmal die angebotenen Dienste in Anspruch zu nehmen.
Um diese Aussage auch haltbar zu machen, 2 Beispiele:
Kurz nach der Eröffnung (ca. 2005) des Summer-Islands lud der Laden die Kunden mit dem Angebot "Für 10 Euro - 1 h Flatrate auf bestimmte Getränke" ein. Dies entpuppte sich leider nur als Lockvogel-Angebot, denn der Inhaber wurde bei einer Bestellmenge von über 3 Drinks nach und nach unfreundlicher, mixte immer langsamer die Getränke und hatte dem Gast mit seinem Verhalten gerade zu deutlich gemacht, dass er solche Kunden nicht braucht. Dies ist für mich eindeutig Betrug. Wer Leistungen anbietet und sich nicht auf die jeweiligen Verpflichtungen die damit einhergehen einlässt, handelt hier ganz klar unfair dem Verbraucher gegenüber.
Inzwischen hat das Summer Island eine Kooperation mit dem UCI Kino und bietet allen Kinobesuchern an, den 1. Cocktail den sie bestellen, für 4,50 EUR statt 6,00 EUR zu ergattern. Nach einem Kinobesuch entschlossen wir uns dem Laden noch einmal eine Chance zu geben und das obige Angebot zu nutzen.
Relativ wenig Gäste, sowohl im Innen- als auch im Aussenbereich (trotz der Tatsache, dass der nächste Tag ein Feiertag war), haben den Eindruck vermittelt, als ob sich an der Kundenfreundlichkeit nichts geändert habe. Kurz und knapp: Leider war dem auch so.
Getränke die mit Kinokarte gekauft wurden, um im Genuss des äußerst günstigen Preises von 4,50 zu kommen, sind nur von dem Kinokartenbesitzer zu trinken. Darauf wird hier strikt geachtet. Der Inhaber hat sich geweigert unserer kleinen Gruppe jeweils einen Cocktail pro Person zu verkaufen, weil er vermutete, dass dies nur von einer einzigen Person getrunken wird. Ergo: Er hat lieber auf Umsatz verzichtet, als sein Angebot auch tatsächlich anzubieten.
Von der Tatsache abgesehen, dass man im Aussenbereich kaum bedient wird, kam es bei der Abrechnung noch dazu, dass der Inhaber uns vorgeworfen hat ihn "über den Tisch ziehen" zu wollen. Ein schlechter Scherz? Auf eine sachliche Diskussion hin, dass er bei freundlichen Kundenservice eventuell Mehreinnahmen generieren und seinen Kundenstamm erweitern könnte, reagierte er nur abweisend und hat sich mit dem Kommentar "sowas brauche ich nicht" verabschiedet.
Das Summer Island ist ein typisches Beispiel für die "Service-Wüste Deutschland" und zeigt auf, dass Inhaber solcher Etablissments nicht erkannt haben, was ihr Unternehmen wirklich am Leben hält - nämlich die Kunden, und nicht nur das Geld.
Fazit: Schlechter Service und teure Getränke können leider nicht durch die an sich nette Location überspielt werden
-- Ein definitives NO-GO, besser eine andere Bar aufsuchen! read more