Aufgrund von Empfehlungen dachten wir, wir probieren mal den Ratskeller in Neutraubling aus. Wir waren zu zweit Essen, es war nicht toll. Ich hoffe, wir haben einfach einen schlechten Tag erwischt. Einen Stern gibts für das Ambiente, das ist wirklich schön. Noch schöner wäre das Ambiente allerdings gewesen, wenn die Tische abgeräumt worden wären. Zum Teil waren die Gäste schon eine halbe Stunde weg und die Teller und Gläser blieben. Nun ist das Restaurant nicht so groß, dass man das Abräumen nicht schaffen könnte. Generell war die Bedienung nicht so doll, es hat sich aber gegen Ende hin gebessert. Los ging es schon bei dem Versuch, telefonisch zu reservieren. Schien nicht machbar zu sein, trotz einem ich gehe mal nachsehen kam dann die Aussage: Ja, Sie können vorbei kommen. Auf Wiedersehen.. Eine Reserierung ist das nicht. Prompt wurden wir beim Eintreffen auch nach einer gefragt Den Platz haben wir bekommen, trotz halbschariger Nicht-Reservierung. Es wäre aber besser gewesen, wenn nicht. Nach fast 45 Minuten Wartezeit kamen unsere Zwiebelsuppen. Nicht mal wenn diese selbstgemacht gewesen wären, wäre diese Zeit auch nur halbwegs gerechtfertigt. Pulversuppe (man sah das granulierte Gemüse und schmeckte es einfach) mit immerhin frischen Zwiebeln und einem frisch mit Käse (und etwas zu viel Röstaromen) überbackenen Stück Weißbrot. Als Hauptspeise Preise und Portionen waren OK gab es einmal die Ratskellerpfanne mit Rahmchampignons ohne Rahm, Spätzle aus der Tüte (immerhin die besseren Knöpfle und nicht der Nudelverschnitt) und frischem Gemüse. Das Fleisch war gut gebraten, das Gemüse war wirklich frisch und knackig. Ohne die Soße wären Fleisch und Gemüse echt lecker gewesen. Leider war die Soße genauso wie die Suppe Convenience und überreichlich über das Ganze gekippt. Meine Frau hatte den Grillteller mit Pommes. Ohne Worte, das arme Fleisch. Pute, Rind und Schwein, wenig kreativ, was auch egal gewesen wäre. Ich weiß nicht, wie man so trockenes Fleisch nicht gegrillt, sondern vom Bratfeld hinbekommt. Pommes waren OK. Der Salat an sich war frisch und knackig, hätte etwas vielfältiger sein können und war leider mit jeder Menge Salatsoße aus der Flasche ertränkt. Was ist eigentlich so schwer an gutem Essig und Öl, etwas Salz, Pfeffer und einem Klecks Senf? Kann mir doch niemand erzählen, dass man Zeit und/oder Geld spart mit diesem Fertigzeug. Einen Nachtisch haben wir uns gespart. Platz wäre noch gewesen, aber kein Appetit mehr da. Wer es gewohnt ist, frisch zu kochen und zu essen, der wird enttäuscht sein. Wer Convenience mag, kommt auf seine Kosten. Letztlich bekommt das Essen, das wir hatten, jeder halbwegs begabte Päckchenaufreisser in der Wartezeit auch günstiger Zuhause hin. read more