Seit ich den Beitrag von Coloniaexpress gelesen habe, wollte ich das Odessa unbedingt ausprobieren. Die Idee, das Deckblatt der Speisekarte als Zeitung zu präsentieren, fand ich sehr originell, und man erhält so auch ein paar Informationen zu Stadt, Land und Eßkultur. Auch das Ambiente versetzt einen in einen kleinen Kurzurlaub in östliche Gefilde und ist stimmig. Besonders die bequeme Sitzbank habe ich sehr genossen. Auch die Musik hat mir gut gefallen.
Als Vorspeise konnte es bei mir natürlich nur eine Soljanka sein. Nach zahllosen Recherchen einer meiner Lieblingssuppen in Brandenburg kann ich sagen, hier gibt es die beste Soljanka, die ich je gegessen habe. Bisher habe sie lieber mit Wursteinlage statt mit Fleisch gegessen, weil die Suppe dann würziger war. Hier bekommt man the best of both things: Viel Einlage, viel Fleisch und sehr sehr gut gewürzt. Auch die anderen Vorspeisen klangen sehr interessant. Mein Mann hatte die Hähnchen-Pilz Vorspeise, die mir auch gut geschmeckt hat und vom Sättigkeitsgrad eindeutig zu den Hauptspeisen zu zählen ist. Ich werde noch häufiger kommen müssen, um alles zu auszuprobieren, was mich interessiert. Getrunken haben wir einen Moosbeersaft. Den kannte ich bisher noch nicht und fand ihn sehr lecker und nicht so süß wie viele Limonaden. Außerdem freue ich mich immer über ausergewöhnliche Alternativen. Als Hauptgericht hatte ich dann tschebureki, Lammhackfleisch in einer krossen Teigtasche (ähnlich wie bei Pirogen, nur dünner, nicht wie bei Maultaschen). Auch das war super lecker, und ich war gut satt.
Nach den vielen Vodka Beiträgen, wollten wir auch mal einen probieren und haben uns als nicht trinkfeste Gesellen erst mal einen Moosbeervodka bestellt. Der Einstieg ist gelungen, da der Moosbeervodka wie ein leichter und sehr süffiger Likör geschmeckt hat. Beim nächsten Besuch trauen wir uns mal an eine höhere Prozentstufe heran. Für mich war das ein sehr gelungener und netter Abend mit leckerem Essen, den ich bald mal wieder wiederholen möchte. read more