Ich hatte im Dezember 2015 Entzündungsschmerzen in der Brust und bat die Sekretärin von meinem Gyn. Prof. U. im MLK um einen eiligen Untersuchungstermin. Ich wollte (weil privat als Selbstzahler) eiligst zur MRT um krebs auszuschließen. Termin ging angeblich erst in 10 Wochen. Anschließendes Drängen von mir auf dem AB+ (weil keiner ans Telefon ging) führte zu einem Termin in 8. Ich wurde bei "normale Krebsvorsorge eingebucht). Dann Anfang März endlich Mammographie: Tumor! Verschleppung genauer Diagnose durch vorangestellte Messung vom Gerinnungswert für Stanzbiopsie. Der Arzt sich merkwürdig benommen (seltsame Äusserungen vom Arzt wie "Das habe ich ja noch nie gesehen!" und "Ach, das tut Ihnen so weh, das habe ich ja noch nie erlebt!) Befund sollte 3- Tage später geliefert werden.
Vielleicht auch 5 bis 6, erfuhr ich. Also: 4 Tage später zum anderen Brustspezialisten: Er forderte dem Befund an und bekam ihn sofort einen negativen Befund: kein Krebs! (Er gab ihn aber nicht an mich weiter). Brustspezialist meinte, nach dem was er sieht und tastet (Tumor von 12 mm), ist der negative Befund falsch, d. h. er stanzt noch mal. Am folgenden Tag hatte ich dann den RICHTIGEN Befund: wenig differenzierter Brustkrebs Her2-Neu. 3 +. Die höchste Aggressivitätsstufe. Noch keine Metastasen.
Da ich medizinische sehr erfahrener und interessierter Laie und Privatpatientin bin, habe ich über die Aushändigung aller diagnostischer Unterlagen gebeten. Den falsch negativen Befund bekam ich vom MLK nach Drängen nach 3 Wochen. (also 10 Wochen nach der Bitte um den ersten Untersuchungstermin).
Zwei Wochen später Beratung durch P. U. nach Tagung der Brustkrebskommission vom MLK. keiner von diesen 20 Ärzten wollte MICH sehen oder sprechen, Behandlungsvorschlag erfolgte anhand des Nummerncodes vom Krebs nach Akteneinsicht vorgeschlagen hat. Keine Anamnese, keine Familienanamnese (meine Schwester ist 2002 an der Chemo gestorben/ Nieren- und Leberversagen und nicht am Brustkrebs.) Ärzte unerreichbar: Kein persönliches Gespräch, wenn ich was will soll ich auf den AB + sprechen (was nichts bringt, denn man wird nicht zurückgerufen) oder email ans Krankenhaus schreiben. Wenn irgend etwas an meiner Behandlung chaotisch oder falsch erschiene, wäre ich eine Ausnahme, denn sonst liefe alles immer bestens. Ich wäre also der Einzelfall und als solcher sicher auch selber Schuld daran, dass eben bei mir nichts geklappt hätte - weil ich zu dem Kollegen abgewandert wäre, der zwar seine Betten in ihrem Haus hat, aber der nicht zu ihrem Team gehört sondern der Konkurrent ist (Darauf muss man auch erst mal kommen: die reden offenbar gar nicht miteinander obwohl sie im selben haus Brustkrebspatienten behandeln! Das würde auch erklären, warum die Nuklearmedizin meinen Termin zum Szintigramm gar nicht im Kalender stehen hatte, da die Untersuchung im MLK nicht vom BKZ in Auftrag gegeben worden war sondern vom Belegbettenarzt - und nicht automatisch ans BZK weitergeleitet worden war. Den richtigen Stanzbefund hatten sie aber inzwischen).
Insgesamt erschütternd. Kommunikationsangebot per email und AB+ und Nummerncode in schmaler Akte statt Kontakt und sorgfältige Anamnese. Offenbar auch Mangel an Kooperation mit im selben Haus arbeitenden Kollegen. Hightech-"Medizin", wobei der Patient als Labor-Strichcode behandelt wird und nicht als wertvolle, hilfreiche, geistig-seelisch-körperliche Einheit, als standardisierte Nummer und nicht als einzigartiger Einzelfall.
Unglaublich. In anderen Brustzentren hatten die Sekretärinnen offenbar auch alle ein abgeschlossenes Medizinstudium hinter sich, denn sie gaben gern alle gleiche Auskunft über die an Nummerncodes orientierten Standardvorgaben der Dt Krebsgesellschaft und entscheiden aufgrund ihrer diagnostischen Kompetenz darüber, ob der Anrufen überhaupt einen Arzttermin erhält.
Vielleicht sind die Ärzte ja tatsächlich alle überlastet (oder gar nicht mehr notwendig durch die Standardisierung). Unser Zahnarzt sagte, dass es derzeit eine so extreme Häufung an Krebs in dieser Gegend gibt, dass die Regierung Statistiken darüber in Auftrag gegeben hat. (Diese Häufung kann ich bestätigen, denn in unserem Kiez haben neuerdings sehr viele Krebs)
Auch die Apothekerin bestätigte diese aktuelle Zunahme von Krebserkrankungen in dieser Gegend.
Warum jetzt so viel Krebs im Kiez? Was ist los im Kiez?
Was ist los mit der Heilkunst? Und was mit den Heilern? read more