Durch einen Unfall verlor ich die Kuppe meines linken
Zeigefingers, die ich zur Notaufnahme ins Klinikum mitnahm.
Die Notaufnahme verlief sehr rasch, es war auch schon ein
Ärztin der Handklinik anwesend, die mir diverse
OP-Möglichkeiten erläuterte: von kompletter Amputation bis Modellierung
der Kuppe mit eigener Haut, ein Annähen der mitgebrachten Kuppe wurde
hier noch ausgeschlossen. Obwohl samstagsabend 21h empfing
mich im OP-Saal der Oberarzt Herr Grabs, nach einer halben Stunde kam
der Chefarzt, Dr. Ghods dazu (ich bin kein Privatpatient!).
Anfänglich wurde noch die Idee die Kuppe anzunähen verworfen,
nach offenbar mühsamer Klein- und Vorarbeit allerdings beschlossen den
Versuch zu wagen. Danach wurde also in einer
fünfstündigen OP die Fingerkuppe wieder
angenäht. Das ist eine OP, die in Deutschland nur wenige Ärzte vollbringen
können, da die Gefäße etwa haaresdünn sind. Der anschließende
fünftägige statonäre Aufenthalt in der plastischen, ästhetischen
und rekonstuktiven Mikrochirurgie/Handchirurgie war geprägt von einer
professionellen Betreuung und aus meiner Erfahrung auffällig
guter Nachversorgung. Ich fühlte mich jederzeit gut beraten
und hatte den Eindruck höchster Qualität der Ärzte. read more