Unser erster Eindruck war sehr positiv. Immer wieder haben wir im Vorbeigehen durch die jetzt klaren Fenster (vorher braunes Butzenglas im Kneipenstil) gespäht und die Tageskarte inspiziert. Unser Entschluss stand fest, denn es sah so aus als habe sich da jemand richtig Mühe gegeben den alten Muff stilvoll auszutreiben und griechisches Essen mal jenseits von Gyros und Kraut zu präsentieren. Also rein da und geniessen...dachten wir.
Beim Betreten war nur ein weiterer Tisch besetzt, trotzdem haben wir unsere Getränke erst nach einer halben Stunde zusammen mit vier weiteren, nach uns eingetroffenen Gästen bekommen. Der Kellner wuselte regelrecht zwischen Lokal und Küche als wären 10 Tische zu bedienen und er allein im Restaurant. Es passierte aber weiterhin nichts. Das Brot kam schließlich nach einer weiteren viertel Stunde und war so hart, dass man sich den Gaumen aufreisst.
Aber immerhin endlich was zu Essen!
Nachdem dann andere Gäste vor uns bedient wurden kamen endliche unsere bestellten Speisen, mit dem Hinweis man habe alles zusammen fertig gemacht.... Vorspeise und Hauptgang.... ob das für uns ok wäre?....
Wir haben dann alles zusammen kommen lassen, würde ja sonst auch kalt und Aufgewärmtes kann man zuhause haben.... In diesem Moment hören wr das "Bing" der Mikrowelle...naja
Die Portionen waren mehr als übersichtlich.
Das Ragout vom Lamm mit Reisnudeln außerdem zusammengerührt wie für ein Kleinkind. Durchsetzt mit ganzen schwarzen und weißen Pfefferkörnern...ich denke nicht dass das so sein sollte!
Der Tintenfisch zäh und nur ein kleines Ärmechen... Sardellen gab es genau 4...
die gegrillten Champions waren nur erhitzt... keine Spur von Röstaroma dazu schwamm das Ganze im eigenen Saft mit Wasser vom wahrscheinlich TK Spinat!
Die Portionsgröße ist das eine, die Präsentation das andere. Aber wenn man dann auch noch das Gefühl hat man könnte es selber besser zubereiten sinkt der Genuss beim Restaurantbesuch erheblich! Dafür sind die zunächst günstig wirkenden Preise zuviel! Da zahl ich lieber nen Zehner mehr im Fink und bin nicht nur satt, denn das waren wir am Ende schon, sondern hatte auch einen schönen kulinarischen Abend. read more