Wir waren vor einigen Tagen zum ersten Mal Gäste in der Hacienda Lübeck. Ich muss vorweg sagen, dass wir eigentlich aus Hamburg kommen und dort (bei dem Platzhirschen an den Landungsbrücken und in Harburg) sehr positive Erfahrungen mit dem Essen Rodizio gemacht haben. Auch wenn dieses Essen sehr maßlos ist, macht es immer wieder Spaß. Wir waren nun auf Familienbesuch in Lübeck und entschieden uns dort, nach Besuch der Internetseite (welche einen ausgesprochen positiven Eindruck macht) zu viert dort essen zu gehen. Wir rieben uns also die Hände und bestellten vier mal Rodizio, bitte!. Der Kellner schaute uns irritiert an und wies darauf hin, dass Rodizio nur auf Vorbestellung zubereitet wird. Wir waren erstaunt, weil wir a) dachten, die Speisekarte sei bei einem Rodizio-Brasilianer nur für Abtrünnige, Vegetarier oder Veganer, die nicht Rodizio essen wollen und b) auf der Internetseite KEIN Wort darüber verloren wird, dass eine Vorbestellung notwendig sei. Der Hunger hielt uns dort fest und so entscheiden wir uns um und bestellten a la carte für alle den Rio Teller, der laut Speisekarte 18,90EUR kotet, dafür aber auch 500 Gramm Fleisch versprach. Allerdings hatten wir einen kleinen Sonderwunsch tauschten die Bratkartoffeln zu Pommes. Die Wartezeit durften wir mit einem Salat verkürzen, welcher zu dem Essen gehörte. Wir gingen also zum Salatbüffet und hier wartete auch schon die nächste Enttäuschung. Wer in Hamburg einmal eins der dort sehr bekannten Rodizio Restaurants besucht hat, weiß, dass das Salat-Büffet einfach perfekt ausgestattet ist. Auch teurere Sachen wie Scampis, wirklich guter Käse oder tolle Salami sind nur ein paar Sachen, an die ich mich spontan erinnere. Das Salatbüffet von der Hacienda Lübeck besteht viel mehr aus einfachem Blattsalat, Gurken, matschigen Tomaten und Zwiebeln. Wie auch immer. Wir aßen unseren Salat und staunten nicht schlecht, als dann unser Essen kam. Sie brachten uns ein paar kleine Stückchen ausgetrocknetes Fleisch und unser Wunsch nach Pommes blieb gänzlich unberücksichtigt. Nachdem wir den Kellner hieran erinnerten, brachte er uns eine kleine Schale mit einer Hand voll Pommes die ich dann aus Höflichkeit meiner Familie überlassen habe. Am Ende waren wir weder satt noch zufrieden. Dafür rund 100 Euro ärmer. Fazit: Nie wieder read more