Wenn du an einem Sonntag gegen 12 Uhr als hungriger Wanderer in dieser Dorfkneipe essen willst, mußt du viel Geduld haben, bevor du überhaupt einmal als Gast wahrgenommen wirst, denn der Wirt ist als "Alleinbediener" total überfordert. Er muß einen großen Gastraum und noch einen benachbarten Saal überblicken, Bestellungen aufnehmen, abkassieren, Getränke ausschenken und bringen.
Schließlich hatte er die Gnade, uns zu bemerken (obwohl wir direkt vor der Theke noch zwei Plätze gefunden hatten).
Nachdem wir lange geduldig gewartet hatten, bekamen wir endlich etwas zu trinken und noch später etwas zu essen.
Das Essen ist sehr preiswert (deshalb wahrscheinlich der Andrang). Aber die Klöße sind die reinsten Tennisbälle (wie Gummi und zäh) und das Rotkraut ist zu Matsch zerkocht. Aber für den Preis kann man auch nicht mehr verlangen.
Den Gipfel an "Thüringer Gastlichkeit" haben wir erlebt, als wir den Wirt fragten, ob wir Ende Mai (jetzt haben wir Anfang März) mit unserer Wandergruppe (20-25 Leute) bei ihm zu Mittag essen könnten. Er lehnte es ab, mit der Begründung: Sie sehen ja ,was hier los ist. (Dabei hatten sich gegen 13 Uhr die Reien merklich gelichtet.)
So etwas hatten wir in unserer langjährigen Wanderpraxis noch nie erlebt!!
Wir haben schon in vielen herrlichen Dorfkneipen gegessen und auch in der kleinsten Kneipe eine Lösung gefunden!! Aber: auch in sogenannten guten Gaststätten gab es unprofessionellen Sevice.
Bei diesem Service ist es wirklich kein Wunder, das viele Touristen Thüringen nur einmal und nie wieder besuchen. Da nützen die schönste Natur, beste Kultur, die herrlichsten Burgen und Schlösser nichts.
Also liebe Wanderer besucht nicht am Sonntag um 12 Uhr diese Dorfkneipe, aber auch nicht zu spät, denn 14 Uhr macht sie zu und öffnet erst wieder um 17 Uhr read more