"Das Holzhaus", so heißt es wenn wir unsere Kunden fragen wo sie essen möchten. Sie kommen größten Teils aus dem Ausland und auch sie haben bemerkt, dass es leider dort mit dem Essen nicht mehr so ist wie in der Zeit, nachdem "Jumbo" das Restaurant mit dem riesen Cordon Bleu bekannt machte. Man bekommt nicht immer das, was man bestellt und die Portionen gleichen mittlerweile eher einem "Senioren oder Kinderteller". Von der Menge, nicht von dem Preis. Zuletzt bestellte ich dort aus der Karte irgendeinen Spieß mit Paprika, Zwiebel und Beilage. Ich fragte die Bedienung ob es eher eine kleine Portion sei und man sagte mir davon gut satt werden zu können. Was ich bekam betätigte jedoch meine Befürchtung und ich machte die Bedienung auf den "Zahnstocher" mit drei kleinen Fleischstückchen, ein Stückchen Paprika und ein Stückchen Zwiebel aufmerksam. Ein ausgewachsener Mann kann davon leicht das dreifache essen und ist dann gesättigt. Auch unsere Geschäftspartnerin musste schmunzeln und fragte ob es sich bei dem Salatteller um die Deko handelt. Allgemein waren alle bestellten Essen eher schmal bemessen und auch der angebotene Nachtisch definitiv zu teuer. Z.B. waren es anfangs 5 gebratene Apfelringe so sah man zu wie es immer weniger wurden. Der Preis blieb aber geleich. Also drei Gänge dürfen es schon sein um sich satt zu fühlen. Die Kalkulation eines Gastronoms kennen wir ja nicht und alles hat seinen Preis. Ist klar, es macht jedoch etwas stutzig wenn man sich vorstellen kann wie viele (ordentliche) Portionen ein Salatkopf ergibt und was er kostet oder vieviel Tassen Kaffee (nur) nötig sind um die Kosten von der Packung (EK) wieder einzuspielen.
Gegen das Essen an sich ist nicht mal unbedingt etwas einzuwenden. O.k. hier und da könnte man mit etwas weniger Öl und Fett die Gerichte angenehmer machen, aber pauschal betrachtet geht es, vor allem das man dort im Grillstadl zu jeder Zeit ein Mittagessen bekommen kann ist sehr viel wert. Mit EC-Karte ist das Zahlen nicht möglich und wer wie ich das übersah und ohne Bargeld da stand, dem vertraute der Wirt, dass man die Zeche ohne Sicherheiten später bezahlen könne. Das ist nicht selbstverständlich und man muss dies bei aller Kritik zum Guten halten. Generell würde ich behaupten, sich nicht über Chef und Personal beschweren zu müssen, es sind ganz nette Leute.
Der "Grillstadl ist rustikal gemütlich eingerichtet und Essen und Trinken ist ohne Rauchbelästigung dort einzunehmen. Man darf den Grillstadl nicht mit einem Schickimicki-Restaurant vergleichen, wo man Perfektion erwarten darf. Es ist ein bodenständiges Lokal, sehr gemütlich und man muss (sollte) über kleine unprofessionelle Dinge hinwegsehen können. Wer das nicht kann, kennt seine Restaurants wo der Kellner mit dem Tuch über dem Arm in der Ecke wartet und von den Augen abließt wenn der Gast eine weitere Erbse auf den Teller nachgelegt haben möchte. Ich sehe es ganz einfach so das man direkt sagt was an dem Essen und der Portion nicht passt. Es wird wohl Gehör finden und wenn nicht, merkt man es irgendwann am Umsatz. Ich werde wieder dort essen gehen und dann sagen das es auf dem Teller "etwas mehr sein darf", denn das ist auch die bisher am häufigsten zu hörende Kritik, auch aus meinem Bekanntenkreis. read more