Leider muss man hier ja einen Stern vergeben, richtig wäre kein Stern!!!
Ich möchte hier meine Erlebnisse als Angehöriger schildern. Bei der Aufnahme wurde vereinbart, dass ich am nächsten Tag meinen Partner gegen Mittag abholen dürfte, dieses wäre kein Problem. Auch spätere Besuche nach 20 Uhr wären kein Problem. Das erste Problem trat dann auf, als ich am Abend, kurz nach 20 Uhr vor einer dunklen, verschlossenen Tür stand. Wie man in das Gebäude gelangen sollte, war für mich nicht erkennbar. Ich irrte dann in der Tiefgarage umher, vielleicht gab es ja hier einen Eingang? Leider nicht. Auch im benachbarten Hotel wußte man nicht recht, wie man in das Gebäude gelangen könnte. Ich irrte dann über das Gelände des UKEs und stand an der Rückseite des Gebäudes. Auch hier war alles dunkel. Aber es befand sich dort ein Klingel mit Gegensprechanlage. Nach gefühlten 5 Minuten kam dann ein ja durch den Lautsprecher und es wurde die Tür geöffnet. Im Empfangsbereich befand sich kein Personal mehr.
Am nächsten morgen gegen 8 Uhr wurde ich von meinem Partner per Handy angerufen, er solle sofort das Zimmer verlassen, weil dieses benötigt würde. Was ich an Stimmen im Hintergrund hörte, kann man nicht in Worte fassen. Eine Frauenstimme grölte laut und unverschämt er solle sofort das Zimmer verlassen und eine weitere Männerstimme gab auch unverschämte und pampige Worte von sich. Mein Partner schrie durch die vorangegangene OP vor Schmerzen und meinte er könne sich alleine nicht anziehen, man möge ihm bitte helfen. Man wäre hier doch nicht in einem Hotel, er solle sich nicht so anstellen hörte ich als Antwort von der Frauenstimme. Außerdem hatte er kurz vorher gerade das Frühstück erhalten, ein Aufessen war somit nicht möglich. Obwohl am Tag zuvor vereinbart wurde, dass der Patient erst gegen Mittag die Station verlassen dürfte, war dieses nun nicht mehr gültig.
Auch die Servicekraft des Spätdienstes war in der Wortwahl mehr als pampig, was ich während eines Telefonates mit meinem Partner mitbekommen habe. Auf die Bitte zum Frühstück bitte ein Müsli zu bekommen gab es folgende Antwort: Was es zum Frühstück gibt, entscheide immer noch ich! Von der reichhaltigen Auswahl an Gerichten im Hotelstandard, wie sie für die Klinik immer beworben wird, also keine Spur.
Der Hygienestandard wurde durch das Pflegepersonal nicht eingehalten. Beim entfernen der Infusion wurde der Zugang nicht desinfiziert und einfach der Verschlusskonus aufgedreht. Des weiteren musste man über eine Stunde auf seine Schmerzmedikation warten, trotz straken Schmerzen. Das Pflegepersonal auf der Station A meinte ungehalten, es ist schließlich kein Hotel.
Lobenswert zu erwähnen ist die ärztliche Betreuung und die freundliche Nachtwache. read more