Hier mein Bericht über das Benjamins American Diner in Mannheim Fazit: nie wieder!
Pro:
- schöne Inneneinrichtung im Erdgeschoss
- angemessene Speiseauswahl
Contra:
- viel zu lange Wartezeit (über eine Stunde) auf das Essen
- Softgetränke werden in billigen, abgewetzten Plastikbechern serviert
- das Essen war bereits kalt, als es serviert wurde
- wer sein Getränk ohne Eis bestellt, muss damit rechnen, eine warme (!) Cola zu bekommen
- ungemütliche Wartesaalatmosphäre im Obergeschoss
Vor einiger Zeit entdeckte ich das Benjamins American Diner und glaubte, als alter Fast-Food-Freund könnte ich dort meiner Begierde nach Heißem und Fettigen freien Lauf lassen. Also sicherheitshalber ein paar Tage vorher einen Tisch für 6 Personen bestellt. Bei der Ankunft versprach der Blick durch die Fenster Verheißungsvolles. Ein stilecht amerikanisch eingerichteter Gastraum mit geschmackvoller Inneneinrichtung.
Leider wurden wir recht schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Schon beim Betreten des Lokals war gleich zu erkennen, dass alle Tische bereits belegt waren und nicht zu erwarten war, dass demnächst ein Tisch frei werden würde. Hatte man etwa unsere Reservierung vergessen? Dies hatte man jedoch nicht. Auf kurze Nachfrage wurde uns gesagt, dass für uns ein Tisch im Obergeschoss reserviert sei. Kurzes Aufatmen unsererseits.
Allerdings währte die Freude nur kurz, denn der Raum, in den wir geleitet wurden, hatte eher das Flair einer Grundschulmensa, als das eines American Diners. Lieblos in den Raum gestellte Tische und Stühle, kaum hörbare Hintergrundmusik, keine Spur mehr von den tollen amerikanischen Deko-Details des Erdgeschosses. Alles in allem die Atmosphäre einer Bahnhofswartehalle.
Die Bedienung war dann recht fix zur Stelle und nahm auch gleich die Bestellungen auf. Die Speisekarten waren übersichtlich gestaltet und vom Geschmack her sollte für jeden etwas dabei sein. Irritierend war nur, dass die Gerichte alle auf Englisch beschrieben und die Erläuterungen in Deutsch nur sehr kleingedruckt waren.
Die Getränke kamen zwar recht schnell, jedoch damit auch schon die erste Enttäuschung. Wenn man schon 3,50 Euro für eine große Cola bezahlt, darf man durchaus erwarten, dass man sein Getränk nicht in einem billigen und abgenutzten Plastikbecher serviert bekommt. Ich hatte darüber hinaus mein Getränk zwar ohne Eis bestellt, jedoch war mir nicht bewusst, dass ein ohne Eis bestelltes Getränk dann in auf Zimmertemperatur erwärmten Zustand aufgetischt wird.
Weiter ging es dann mit dem Essen oder auch nicht. Nachdem die Getränke serviert und die Bestellungen aufgenommen worden waren, verging mehr als eine ganze Stunde, bis das Essen fertig war. Und fertig ist exakt der Ausdruck, der den Zustand der Speisen am besten beschreibt. Zwar waren es augenscheinlich ordentliche Portionen, jedoch waren vier der insgesamt sechs Teller bereits kalt und nicht mal mehr lauwarm. Der angepriesene Salat war auch ein Witz. Er wurde in einer etwas größeren Nussschale oben auf den Speiseteller drauf gestellt. Bei den Tellern, auf denen einem das Essen gereicht wird, handelt es sich um Pizza-Teller, die es bei Lidl, Aldi & Co in regelmäßigen Abständen im Angebot gibt.
Ich persönlich hatte die große Grill-Platte. Diese beinhaltete Spareribbs, Chickenwings und ein Putensteak. Dazu dann ein Krautsalätchen und ein Minimaisbrotstückchen als Beilage. Garniert war das Ganze dann mit einem Salatblättchen und einem Stück Tomate. Kostenpunkt: irgendwas über 10,- Euro. Wäre das Essen warm gewesen, hätte es durchaus schmecken können. Aber so ärgerte ich mich dann doch darüber, dass ich nicht lieber zum Kaufland gefahren bin, mir für 2,60 Euro eine Tüte mit 750gr Chickenwings gekauft und dann zuhause mit einer leckeren Barbequesauce in die Pfanne gehauen habe. Die im Benjamins American Diner servierten Chickenwings sind meines Erachtens nach exakt die gleichen, wie die aus dem Kaufland.
Alles in allem waren von 6 Personen insgesamt 5 mit ihrem Essen unzufrieden. Lediglich die eine Person, die einen Burger bestellt hatte, hatte nichts daran auszusetzen.
Alles in Allem waren wir doch recht enttäuscht über den Abend im Benjamins American Diner und werden nicht mehr hingehen. read more