In Marburg scheint es wohl in Mode zu sein, dass die Lokalitäten ein in die Jahre gekommenes Mobiliar besitzen, der Putz von der Decke und den Wänden bröckelt und eigentlich alles abgenutzt wirkt; selbst wenn neu eröffnet wurde.
Nicht so im Barrio Santo, dass direkt an der Elisabethkirche zu finden ist. Also nicht in der Oberstadt, wo es schon reicht in der Oberstadt zu sein um Erfolg zu haben. Hier sieht und merkt man, dass der Betreiber Geld in die Hand genommen hat und an keiner Ecke gespart hat.
Das Ambiente ist wirklich unschlagbar. Viel Holz, viel Leder und man entdeckt an jeder Ecke kleine Besonderheiten, wie z.B. die alten Mosaikfenster, die als Deckenleuchten umfunktioniert wurden.
Der Hammer ist auch der Selber-Bierzapf-Tisch. Man kann hier im wahrsten Sinne des Wortes in lustiger Runde um einen Zapfhahn sitzen und sich sein Bier selber zapfen.
Das Essen ist eher sudländisch, bei spanischen Tapas, südamerikanischen? Burritos oder italienischen Pizzen und Pasta. Und anscheinend wird auch alles frisch zubereitet, da Sonderwünsche voll und ganz erfüllt wurden. Mein Burrito Jigo mit Rindfleisch war total lecker und wird von mir wärmstens empfohlen.
Cocktails und Longdrinks lieblos mit Billigalk und Discountersaft gemixt? So wie in der Oberstadt? Fehlanzeige! Ich habe nur Markenspirituosen erblickt und gemixt wird mit Vaihinger-Säften.
Mein Fazit: Endlich auch niveauvolle Bar-Gastronomie in Marburg. read more