Böse Falle Kaution weg!!!
Am 16.09.11 hat mein Sohn(Student) seinen 30.Geburtstag im Bariton gefeiert. Betritt man das Lokal fällt der erste Blick auf ein großes Gebilde
von Lenin und das Interieur typisch für eine Studentenkneipe nebst alternativem Publikum. Eben typisch für Berlin/Friedrichshain!
Draußen wirbt man auf großen Tafeln: Partylocation für Geburtstage, Junggesellenabschiedsfeiern, Privatpartys usw.
KEINE RAUMMIETE, KEINE PERSONAL-U.REINIGUNGS-ODER VERSTECKTE
KOSTEN!!!!!!!!!!!!!
Da fühlt sich der arme Student doch gleich angesprochen. Es gibt sie noch.
Die Unternehmer mit Herz u.Verständnis für die Euroschwache Studenten-
schicht.
Also ordert mein Sohn einen Raum und muß im Vorfeld 100,00 Euro
Kaution hinterlegen. Kaution? Wofür? Mein Sohn ist seelig eine passende
Location gefunden zu haben und hinterfragt erst garnicht.
Am besagten Tag bezahlt er vor Feierbeginn 220,00 Euro für Getränke
und Tachitos und bei seinem Versuch die bereits bezahlte Kaution doch
gleich verrechnen zu können wird das vehement abgelehnt. Die
Kaution bekommt man erst nach der Feier zurück. Äh, wieso das denn???
Zur Unterhaltung der Feier habe ich ein Preisausschreiben angefertigt
und der Sieger soll eine von mir mitgebrachte Flasche Weinbrand erhalten.
4 Gäste gehen als Sieger hervor.
Da ich auf Anfrage, ob ich mein mitgebrachtes Knabbergebäck auf die
Tische stellen könnte zur Antwort bekomme:Na, eigentlich nicht,
verteile ich 3 Packungen an die 3 restlichen Gewinner. Der sieger der
Flasche Weinbrand öffnet diese im Verlauf des weiteren Abends und
1xKnabbergebäck wird ebenfalls geöffnet. Die Bedienung (Studentin)
kommt darauf wutentbrannt auf mich zu, greift sich die geöffnete und geschlossene Pck.Knabbergebäck mit den Worten:Ich habe Ihnen doch
gesagt, daß hie kein mitgebrachtes Knabbergebäck erwünscht ist.
Der Ton ihrer Stimme sowie der Ausdruck Ihres Gesichtes war nicht das, was man als 50 jähriger Gast in einem Restaurant von einer etwa 28
jährigen Bedienung erwartet. Ich kam mir vor, als hätte ich ein riesen-
großes Verbrechen begangen oder ich wäre ein Kind und würde von
meiner Mutter gehörig zusammengestaucht.
Meine Partystimmung ging daher sofort in den Keller und ich verließ darauf auch bald die Party, da ich das vergnatzte Gesicht der Bedienung nicht
mehr sehen wollte.
Am anderen Tag rufe ich meinen Sohn an und frage ihn, wie es denn noch so war. Er antwortet darauf:" böse, böse,böse".
Man wollte ihm die Kaution von 100,00 Euro nicht zurückgeben und
stattdessen sollte er noch 30,-Euro zusätzlich zahlen, da man auch noch
einen leere Schnapsflasche und Weinflasche gefunden hatte. Nach langer
Diskussion behielt der Wirt 70,00 Euro von 100,00 Euro Kaution für un-
erlaubt mitgebrachte Getränke.
Hiermit also die Warnung an alle Studenten: SEID NICHT SO NAIV zu
glauben, das Anlitz von Lenin im Bariton(Leninismus-weltweite Ab-
schaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln und desssen Über-
führung in Gemeinbesitz) und der Spruch keine versteckten Kosten
würde Euch dazu berechtigen ungeschoren davon zu kommen, wenn
Ihr mitgebrachte Getränke verkonsumiert.
Ich würde es fair finden, wenn der Wirt im Vorfeld darauf hinweist, daß
die Kaution dazu dient, den Wert der unerwünscht mitgebrachten
Getränke zu decken. Dann gelangt man garnicht erst in Versuchung oder
aber man feiert dann doch lieber zu Hause.
Also tappt nicht in diese Falle. read more