Ich wurde im Januar 2011 an der Wirbelsäule operiert. Es wurden verschiedene Stenosen beseitigt. Diese Stenosen verursachten sehr sehr starke Schmerzen im linken Bein. Mir wurde diese OP bei der Voruntersuchung im Wirbelsäulenzentrum von einem Oberarzt als Routineeingriff geschildert und dann auch vom selben Oberarzt durchgeführt. Unmittelbar nach dem Aufwachen aus der Narkose stellte ich fest, daß ich am rechten Fuß den großen Zeh nicht mehr normal bewegen konnte und alle Zehen am rechten Fuß beim Bewegen sehr stark kribbelten. Ich habe sofort das medizinische Personal verständigt. Mir wurde gesagt, daß dies eine Folge eines bei der OP gequetschten Nervs sei. Man versuchte durch Injektion von ich glaube Kortison Besserung zu schaffen, was aber nicht gelang. Zur Beruhigung wurde mir aber versichert, daß die Zeit dieses Übel heilen werde, die Nerven wüchsen pro Tag ca. 1 mm. Im übrigen gab man mir zu überlegen, eine Revision des OP Bereiches vorzunehmen, um vor Ort den Schaden zu begutachten und eine eventuelle Beseitigung der Lähmung (ich empfinde es wie eine teilweise Lähmung des rechten Fußes, dessen Benutzung ich nicht mehr richtig kontrollieren kann) zu erzielen. Zum Glück habe ich von dieser weiteren OP abgesehen. Jetzt, nach fast einem Jahr, habe ich erneut einen Neurologen konsultiert, der mir eröffnete, daß ich mit keiner Besserung der Lähmungserscheinung rechnen könne. Diese Tatsache hat mich sehr schwer getroffen, denn die Irritation am großen Zeh verhindert, daß ich normal gehen kann. Ich muß seit meiner Entlassung ein mechanisches Hilfsmittel tragen, daß über Gummizüge meinen rechten Fuß beim Absetzen nicht runterpatschen läßt, wie man es manchmal bei spastisch geschädigten Personen sieht. Meine Bewegungsfreiheit ist stark beeinträchtigt. Laufen ist unmöglich ich muß seitdem auf den nächsten Bus warten, wo ich früher noch durch einen kurzen Sprint zur Bustür kam. Was mich im Nachhinein am meisten ärgert ist, wie optimistisch und als routinemäßig man vor der OP den Eingriff geschildert hat und wie leicht man die schwere Schädigung hinterher nahm na ja, es wird schon wieder werden. Ich empfinde die Folgen meiner OP als eine starke Beeinträchtigung meiner Lebensqualität, alle Sportarten, die mit Laufen verbunden sind, kann ich nicht mehr machen. Zusammenfassend kann ich das Wirbelsäulenzentrum des St. Georg Kranklenhauses nicht empfehlen. read more