(März 2014)
Von Syke bis nach Kastendiek (Bassum-Nordwohlde) an der B51 ist es nur ein "Katzensprung".
Nicht nur wegen der geringen Entfernung, sondern vor allem wegen der durchgängig hervorragenden Kritiken über das Restaurant in diesem Forum haben wir das Restaurant Altes Rasthaus an einem Samstagabend aufgesucht. Eine Tischreservierung in wirklich letzter Minute am Samstagmittag war nötig.
Bedienung
Wir erreichten das Restaurant bzw. den zugehörigen Parkplatz um 17.58 Uhr und schlossen aufgrund der Vielzahl der abgestellten PKW mit den Kennzeichen aus DH, HB und OL auf eine Hochzeit o.ä. Im Restaurant wurden wir von der Inhaberin begrüßt und unsere Frage noch einer Festivität wurde verneint. Es sei am Wochenende normal, dass das Restaurant ausgebucht sei, bekamen wir erklärt.Nun zum reservierten Tisch: korrekt und liebevoll eingedeckt. Kaum saßen wir, kam eine Servicekraft und brachte die Speisenkarten.Zum Service: sehr aufmerksam ohne aufdringlich zu sein. Freundlich, fix und kompetent. Hier können 5 Sterne plus vergeben werden. Kurz nachdem die Getränke serviert wurden, stand ein Korb mit warmem dunklen Brot und Baguette auf dem Tisch. Dazu gab es in ordentlichen Portionen Kräuterquark und Thunfischcreme. Zum "Anfüttern" sehr lecker und die Brote vertrieben die moderate Wartezeit auf die Vorspeisen. Wir empfanden keine "zu" lange Wartezeit, obwohl das Restaurant um ca. 1830 Uhr fast voll besetzt war. An dieser Stelle ein weiteres Lob an die Betreiber für den vorausschauenden und ausreichenden Personaleinsatz.
Das Essen
Zum Speisenangebot: Neben der klassischen Abendkarte gab es sog. "Schwäbisch-Badische Wochen", deren Angebote auf einer separaten Aktionskarte präsentiert wurden.Wir wählten von der Abendkarte als Vorspeise gegrillte Riesengarnelen mit Käsesoße, Lauch und Tomaten. Und von der Schwaben-Karte: Tomatencremesuppe mit Flädli sowie als Hauptgerichte "Roschtbraten" = gegrilltes Rumpsteak mit gerösteten Zwiebeln. Als Beilage gab es Sauerkraut mit Spätzle vermischt sowie einen Grünen Salat in sahniger Soße. Das zweite Gericht "Schwäbische Geschichten" bestand aus je einem Kalbs- und Schweinesteak sowie einer kleinen Portion Rühreier, die delikat mit entkernten Tomatenstückchen angerichtet waren. Die Gemüsebeilage zu diesem Gericht war mehr als ausreichend: Grüner Spargel und Zuckerschoten und Sauce Hollandaise. Meinem Beilagenwunsch wurde entsprochen und ich bekam zu diesem Gericht Rösti statt Butterspätzle serviert.Die erwähnten Speisen waren korrekt gegart und angerichtet. Es hat uns ausgesprochen gut geschmeckt und es gibt absolut nichts zu meckern.Ein Hinweis sei erlaubt: Die Riesengarnelen-Vorspeise ist u.E. etwas überteuert mit einer Berechnung von € 14,75 für zwei Garnelen. Beim Italiener in Syke gibt es derer 6 Stück gegrillt mit Gemüse und Beilage nach Wunsch als Hauptgericht für € 19,95. Und deshalb gibt es beim Preis-Leistungsverhältnis aus unserer Sicht nur 4,5 Sterne.
Fazit: Die Speisenbeschreibungen auf der ausgewogenen Speisekarte kommen ohne übertriebene Formulierungen und ohne die in diesem Zusammenhang hochtrabend wirkende Präposition "an" aus. In diesem Restaurant wird erstklassig und ehrlich gekocht, entsprechend angerichtet und serviert. Und dies regional und saisonal. Was will der Gast mehr?
Das Ambiente
Ambiente: von außen ein kuscheliges Reetdachhaus, das laut jetzigen Betreibern seit 1823 als Vorspannwirtschaft seine Funktion an der B51 hat. Die Innenräume sind gemütlich, ländlich, nord-niedersächsisch eingerichtet. Trotz des gutbesuchten Restaurants hielt sich der Lärmpegel in angenehmen Grenzen, weil es drei unterschiedlich große, jedoch sehr gemütliche Speisezimmer gibt.
Sauberkeit
Tadellos
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