Wenige Kilometer östlich von Passau liegt im südlichen Teil des Bayerischen Waldes der Luftkurort Kellberg und an dessen Ortsrand der urig gemütliche Landgasthof Zum Grüß Gott. Es ist ein schmuckes Anwesen, das den Gast empfängt. Im Außenbereich gemütliche, an der Hausfront entlang auch überdachte, mit zahlreichen Pflanzen gegliederte Sitzbereiche. Im Inneren zieht ein großer offener Kamin, mit Ziegelsteinen gemauert und mit einer fast bis zur Decke reichenden Kupferesse, den Blick auf sich. Gemütliche Sitznischen, viel Holz, warme Farben und geschmackvoll verteilte Ausgestaltungsgegenstände verbreiten eine einladende Atmosphäre.
Die Speisekarte bietet ein ausgewogenes Spektrum gut bürgerlicher Küche. Die zuerst gewählte Pfifferlingsuppe war ausgesprochen delikat, frisch zubereitet und wunderbar abgeschmeckt. Der Wiener Rostbraten vom Angusrind war, wie gewünscht, medium gebraten, die Zwiebeln knusprig, wohl aus dem Backofen, und die Bratkartoffel rösch und frisch aus der Pfanne. Auch der Beilagensalat war schmackhaft angemacht und alles auch für das Auge gefällig angerichtet. Weil die süßen Desserts nicht unserem Gustus entsprachen, wählten wir aus dem Brotzeitenbereich einen gebackenen Camembert als Abschluss. Der freilich war auf ganz eigene Weise eine Überraschung. Nicht nur, weil er nicht frisch zubereitet, sondern der tiefgekühlten Fertigware entnommen war, auch deswegen, weil er mit je einem Löffel angemachtem Tomaten- und Kartoffelsalat serviert wurde. Essig hier und süße Preiselbeeren dort nur wer derartige Gegensätze liebt, mag dies gemeinsam verzehren; wir ließen die Salate im Teller.
Der Service war ausgesprochen herzlich, nicht nur an unserem Tisch. Aufmerksam und ungemein gästezentriert agierte die junge Dame, und dies ohne auch nur im geringsten aufdringlich zu sein.
Die Preise waren durchweg kundenfreundlich, lediglich der Wein ist überteuert.
Insgesamt waren wir sehr zufrieden, haben uns ausgesprochen wohlgefühlt und daher diese Gaststätte in unserem Navi abgespeichert. read more