Ich besuche gerne Wildparks, da ich Wildtiere fotografiere und dafür natürlich bestimmte Bilder im Kopf habe.
Der Wildpark scheint der Anziehungspunkt der Münchner Umgebung zu sein, da an dem Feiertag wohl ganz München und Umgebung dahin strömten. An Parkplätzen ist viel vorhanden, man findet einen, es dauert aber. Der Weg zum Platz dauert auch. Wenn man ankommt, an solchen Tagen, steht man am Eingang in einer Schlange. Ob der riesigen Warteschlange kommt man relativ schnell an diese Kasse. Der Eintritt ist vergleichsweise ok.
Am Eingang erwartete ich eine Übersicht über den Park in Form eines Schildes oder eines Faltblattes, da ich meinen Internetausdruck zu Hause hab liegen lassen. Da gab es leider nichts. Schlecht.
Die Menge der Leute verläuft sich im Park, habe ich oftmals gelesen. Das stimmt und stimmt nicht. Viele Eltern mit Kleinkindern halten sich an dem zentralen Spielplatz auf. Viele bei den Haustieren und Wisents. In der Summe ist der Park zu überlaufen. In dem Sinne wurden aber für viele Tiere keine Rückzugsmöglichkeiten geschaffen. Schlecht
Das erste Highlight ist das Damwild, die in riesen Mengen vorliegen. Die Tiere haben eine riesen Areal, so dass es sein kann, dass man diese Tiere eher als kleine Punkte erkennt. Natürlich kommen auch Rehe zu den Besuchen und bekommen dort alles reingeschmissen, was Menschen halt so denken, was man reinschmeissen kann. Beim Weiterlaufen sah ich dann am Zaun ein Schild: bitte nicht den Wald betreten wegen der Wildtierfallen. Witz oder Wirklichkeit? Dass das Ding nicht schon weg, wunderte mich sehr.
Danach ging es weiter zu den Wildtieren: Wolf und Luchs. Beide Gehege schockten mich, da in beiden Gehegen viele Tiere drinlagen ohne jegliche Rückzugsmöglichkeiten. Alle Wölfe und Luchse lagen da, wie tot und bewegten sich nicht einmal mit einem Ohr. Für einen Fotografen sind die Zäune so dicht, dass sinnvolles Fotographieren, selbst bei lebendigen Tieren, nicht möglich gewesen wäre. Die Tatsache, dass man auf ein Potest kann und von oben reinfotografieren kann, fand ich ebenfalls schockierend. So ließ ich das Fotographieren seinn, da ich diese Form der Tierhaltung nicht unterstütze.
Weiter ging es zu den Vögeln, wie Uhu, Kohlrabe (hätte man ja gleich einen Spatz einfangen können),die vollkommen aphatisch in den Käfigen saßen. Tausende Leute standen davor und versuchten zu fotographieren. Weiter zu den Ziegen, Schweinen. Das war vor allem für die ganz kleinen ein Highlight. Beide Tierarten genossen auch sichtlich die kleinen Kinder.
Bei den Wisent war das schon anders. Die Tiere, die am Zaun standen, waren teilweise wütend und zeigten das auch. Konnten sich jedenfalls nicht wehren. Alle anderen gingen auf Rückzug, was auch möglich war.
Dann kam man zum riesen großen Spielplatz, wo ganz München verweilte. Es gibt einen Imbiss, der vollständig überfüllt war, drei Schlangen, min. 30 min Wartezeit und dann nochmal min 10 min Wartezeit auf das Essen.
20 Meter weiter stießen wir auf die Greifvogelschau, die wirklich hervorragend war. Die Tiere selber waren aus meiner Sicht nicht gut untergebracht. Man kann da wohl unterschiedlicher Meinung sein. Wenn aber der Falkner jede Minute die Zuschauer ermahnte von den Tieren wegzugehen, ist da wohl was dran. Was aber nicht heißt, dass die Tiere gepflegt sind. Sondern haben keine Rückzugsmöglichkeiten.
Weiter zu den Bären. Ein riesiges wunderschönes Gehege. Die Bären konnten sich weitläufig ausdehnen, schwimmen, sonnen, spielen. Ein Lob an dien Wildpark.
So und dann musste man den gleichen Weg wieder zurück. Das war schlecht.
Fazit: Den Wildpark habe ich einmal besucht. Ich denke, das reicht. 2 Punkte für die Organisation am Eingang, ging schnell, für die Haltung der Haustiere, für die Greifvogelschau, für die Bären, ansonsten viel Abzug. Siehe mein Bericht. read more