Eigentlich liegt dieser Park ja gar nicht in meinem Kiez, den ich hier so gern beschreibe. Aber als Moabiter Läuferin, die nicht nur 2 km am Stück läuft, verirre ich mich gern auch mal in die Nachbarbezirke, der Abwechslung willen. Der Plötzensee ist der Beginn dieser grünen Oase, die von Industrie- und Hafengelände gesäumt ist. Leider muss ich mich jedes Mal erst einmal an lauten Straßen (inkl. Brücke über die brüllende Autobahn) bis dorthin voranquälen. Dann aber freut sich mein Läuferinnen-Herz und weitet sich regelmäßig zu einem saftigen Steak (danke Helge für dieses schöne Bild!). Links glitzert der Plötzensee, rechts winken Kiefern und viel saftiges Grün. Dann überquere ich das Dohnagestell und bin endlich im Volkspark Rehberge. Hier kommt dann auch ein Gefühl von Weite auf Wiesen, alte Kiefern, Wege, die sich über Hügel winden und der Geruch von Wildschwein. Der Park wurde bereits in den 20er Jahren von Erwin Barth (seines Zeichens Stadtgartendirektor) gestaltet, nachdem frierende Berliner alle Bäume verheizt und nur eine Brache zurückgelassen hatten von dem ehemaligen Waldgebiet. Ich bin froh, denn die Joggingstrecke ist wirklich schön. Ich habe sowohl die Möglichkeit, Hügel hinaufzulaufen (ist gut für die Kondition), als auch im Vorbeijoggen Wildschweine oder Rehe zu betrachten. Ganz zu schweigen von der gesunden Landluft, die von den Gehegen herüberweht ;-) Im Sommer jogge ich oft noch durch die Kleingartenkolonie Quartier Napoléon und die Kolonie Plötzensee, denn da wird gegrillt (macht Appetit), und die Freizeitgärtner haben ihre Gärten zu einem wahren Blütenmeer verwandelt. Die Laufzeit vergeht so immer erstaunlich schnell. Der nördliche Teil des Parks ist mir nicht so geläufig, aber er ist auf jeden Fall einen Spaziergang wert. Hier gibt es ein Sportstadion, eine Freilichtbühne und die sehr nette Einkehrmöglichkeit Park Café Rehberge. Sogar Berliner bestellen da Berliner Weiße, weil man das da so macht. read more