Ich hatte einen tollen Tag mit Freunden in Hamburg erlebt und am Nachmittag überkam uns dann der Hunger. Da kam das "Vivet" gerade recht. Da es kalt und stürmisch war, setzten wir uns rein. Es war gut was los und wir ergatterten in der Ecke noch einen Tisch, wo wir alle Platz fanden.
Nach 15 Minuten war immer noch keine Bedienung in Sicht, die die Absicht hatte uns zu bedienen, und wir schnappten uns zwei Speisekarten vom Nebentisch. Es dauerte, bis sich wer an unserem Tisch blicken ließ. Wir bestellten etwas zu Essen und zu Trinken und ich nutzte die Gelegenheit, die Toilette zu benutzen, die sich im Keller befand. Mir fiel ein kleiner Tisch mit einem Teller und einem Zettel auf, auf dem stand, dass man 0,50 EUR zahlen solle. Ich wunderte mich, da ich denke, dass man nicht im Restaurant, in dem man Essen geht, für die Toilette bezahlen muss. Die Damen Toiletten waren zwar modern eingerichtet, aber es hatte Bahnhofcharme. Beim Händewaschen hörte ich die Klofrau hinter jemandem herschreien, er solle zurückkommen und die 0,50 EUR bezahlen. Das machte mir in gewisser Weise Angst. Ich habe es trotzdem nicht eingesehen, meinen Toilettengang zu bezahlen.
Nach ungefähr 45 Minuten kam dann endlich das Essen - nur eben nicht für mich. Ich machte den Kellner darauf aufmerksam, der mich verwirrt ansah. Nach längerem Warten war mein Essen immer noch nicht in Sicht und ich wurde langsam sauer. Meine Freunde hatten mittlerweile schon so gut wie aufgegessen. Dann kam endlich mein Crispy Chicken Burger; aber kalt. Dann endlich konnte ich meinen großen Hunger stillen und meine Freunde, die nach weiteren laaangen Minuten warten, ihren Espresso und Cappuchino genießen konnten, mir beim Essen zuschauen. Bis wir die Rechnung bekamen, vergingen wieder etliche Minuten.
Mein Fazit:
Das Essen war lecker, guter Preis, der Service recht freundlich, aber sehr überfordert und verwirrt. Laaange Wartezeiten, egal ob Getränke, Essen oder Rechnung. Die Bezahlung für die Toilette ist unmöglich und das laute Organ der Klofrau ist beängstigend.
Meine Freunde und ich werden dort nicht wieder Speisen. read more