Auf der Suche nach einem Restaurant landete aufgrund der interessanten Speisekarte und sehr ansprechenden Aussengestaltung im Vis a Vis. Nach kurzem Hin und Her bekam ich noch einen Platz und bestellte:
Trüffelschaumsuppe mit geschmolzenen Tomaten, Anklamer Pfefferente auf Bandnudeln, Anklamer Hansewaffel mit Puderzucker.
Das Ambiente orientiert sich am Bistro-Stil, die Servicekraefte waren freundlich und unauffällig ohne besondere Höhepunkte zu setzen..
Die Trüffelschaumsuppe war leider nciht sehr gelunden und bezog ihren Namen offensichtlich aus dem getrüffelten Öl, das reichlich auf der Suppe schwamm. Die Konsistenz war leicht schaumig an der Oberfläche, sonst eher dünn und nicht intensiv im Geschmack. Die Grundlage war weder optisch noch geschmacklich erkennbar. Die Tomaten waren ohne jeden Biss. Unter der Bezeichnung hätte ich jetzt ein differenzierteres Gericht erwartet. Das Hauptgericht, Anklamer Pfefferente, bestand aus feinem Entenklein, kombiniert mit etwas Gemüse und einigen Pfefferkörnern, serviert an Tagliatelle Nudeln. Leider war weder ein Entengeschmack noch ein Gemüse Geschmack klar erkennbar. Da die Pfefferkörner sehr aufgeweicht waren, wurde das Gericht wahrscheinlich auch nicht ganz frisch zubereitet. Die Nudeln waren bissfest und überzeugten. Die "Anklamer Hansewaffel" stellte sich als Standard Waffel aus dem Waffeleisen heraus, wie man sie auf jedem mittelprächtigen Weihnachtsmarkt von NPOs angeboten bekommt.
Im Fazit habe ich hier sehr blumig umschriebene Gerichte erlebt, die aber allesamt sehr einfach geraten sind und weder durch Finesse noch durch Komplexität auffielen. Für den Mittagstisch in Ordnung da die Preise noch passend sind, aber für das Gebotene eher nicht Preis-Wert. read more