Das Spielzeugmuseum mit Kinder- und Märchenwelt hört sich zunächst sehr vielversprechend an, aber nachdem man den recht hohen Eintritt bezahlt hat, werden insbesondere Kinderaugen eher enttäuscht schauen: Lieblos in Sammlervitrinen und -schaukästen präsentiertes Sammelsurium älterer und neuerer Spielzeuge, Werbematerial aus den 60er bis 80er Jahren, größtenteils ohne jegliche Beschriftung oder Erklärung, alles wild durcheinander gewürfelt, manchmal wenigstens themenorientiert oder epochal sortiert, wirklich alte Spielzeuge findet man nicht, so daß jeder Besuch eines gut sortierten Flohmarktes ähnlich gute Exponate zeigt und das ohne horenden Eintritt für die doch insgesamt sehr kleine Ausstellung zahlen zu müssen. Insgesamt sehr DDR-lastig, mit ein bißchen Mühe hätten die Betreiber knapp ein Vierteljahrhundert nach der Wiedervereinigung auch entsprechende Exponate aus der BRD zusammentragen können.
Erschreckend: Sowohl die Propaganda der Jugendorganisationen des totalitären DDR-Regimes (FDJ, Jungpioniere etc.) als auch die des faschistischen Naziregimes (HJ,BDM) werden unkommentiert gezeigt statt auf Problematik und Gefahren einzugehen und zu zeigen, wie hier subtil und systematisch Gehirnwäsche betrieben wurde und wozu es in beiden Organisationen und Staatsformen geführt hat Schade, Chance verpasst, für Kinder insbesondere kleinere, die größenbedingt nur einen Bruchteil der Ausstellung anschauen können, langweilig und öde, für Erwachsene mehr als ärgerlich aufgrund verschendeter Urlaubszeit und des alles andere als preiswerten Eintritts. Ach ja, Parken, Gastronomie und Personal: 2 EURO für den anliegenden Ackerparkplatz zu verlangen passt ins sonstige Preiskonzept und sowohl die Gastronomie als auch das Personal bedienen bezüglich Qualität, Freundlichkeit, Engagement und Kompetenz alle Klischees aus DDR-Zeiten
Besser ins Phänomenta gehen, direkt vis-a-vis, da hat die GANZE Familie an einem verregneten Nachmittag viel Spaß! read more