2010 sollte das Jahr meiner Schwester werden. Seit einem Jahr hatte sie sich auf ihre Hochzeit akribisch und mit viel Leidenschaft vorbereitet und ebenso 1 Jahr zuvor gemeinsam mit ihren Mann das Schloss Steinhöfel als Hochzeitslocation ausgewählt.
Leider war der Weg bis zur Traumhochzeit steinig, denn immer wieder wurden ihnen eben diese, vom Pächterpaar,in den Weg gelegt: die Torte könne nur von Schloss erstellt werden (wurde mit einen Mitternachtskuchenbuffet und viel Überredungskunst umgangen), mindestens ca. 18 Zimmer sollten für die "Exklusivhochzeit" gebucht seien, die sich dann aber 3 Tage vor der Hochzeit als ca. 24 Doppelzimmer und 4 Einzelzimmer herausstellten.
Die Braut war nahe eines Nervenzusammenbruch, denn wo soll man so schnell für diese Zimmerpreise noch Schlafgäste herfinden?
Den Abend vor der Trauung wurde man jedoch von der Dame an der Rezeption sehr nett empfangen.
Nun ging es ans eigenständige Dekorieren der Bibliothek, leider mussten wir feststellen, dass dort noch zahlreiche Fahrräder, Heizpilze und Tische standen, welche erst kurz vor der Trauung verschwanden.
Die Braut durfte dann auch ihr Zimmer beziehen, leider wurde ihr eins der kleinsten Doppelzimmer zur Verfügung gestellt und dort sollte sie sich an auch den nächsten Tag fertig machen.
Leider war das Wetter am Morgen sehr ungemütlich und so wurde gleich am Morgen die Kutschfahrt für den Nachmittag gecancelt, doch als das Wetter wieder schöner wurde, wurde vom Hotel nicht dafür gesorgt, dass die Kutschfahrt für die Gäste am Nachmittag doch stattfinden könne.
Das musste ein Gast in Angriff nehmen und der kooperative Kutschfahrer war dazu bereit noch 2 Runden zu drehen.
Die Trauung verlief reibungslos und war sehr schön von der Standesbeamten gestaltet.
Danach kam es zum oft kritisierten Sektempfang, auch bei uns war der Hotelbesitzer am Morgen danach festlicher gekleidet als beim Sektempfang und bestach auch nicht gerad durch seine geschmackvollen Aussagen.
Nun ging es weiter mit dem Kaffeetisch, der wegen der morgendlichen Witterungsbedingungen nach Innen verlegt wurde, inzwischen war das Wetter aber auch wieder gut und das Hotel hielt es nicht für nötig wie gewünscht draußen einzudecken.
Außerdem reichte der vorhandene Platz nicht für alle Gäste und Einige verzogen sich unbemerkt in die Nebenräume.
Ebenso verhielt es sich am Abend, es war wieder innen eingedeckt und alle Gäste nahmen zur Vorspeise dort Platz, als sich Einige zum Buffet jedoch draußen hinsetzten reagierte das Personal nicht und bot Auflagen an oder wischten wenigstens das Wasser von den Stühlen.
So dürften die Gäste direkt mit ihrer Festkleidung auf nassen Stühlen ohne Auflagen Platz nehmen. (Diese fehlenden Auflagen waren plötzlich am nächsten Morgen vorhanden)
Im Lauf des Abends spielten 2 Bands, welche aber cirka gegen 1 darum gebeten wurden aufzuhören, da sich Leute beschwerten.
Dabei dachten wir eigentlich wir hätten das Hotel exklusiv gemietet?!
Dann begannen die DJ's doch auch diese hatten nicht lange das Vergnügen (für diese wurde sogar noch 50 Euro extra für Strom berechnet), denn auch sie dürften gegen 3 schon aufhören, da das Personal keine Lust mehr hatte, obwohl es zuvor hieß jede Stunde länger würde extra kosten.
Selbst die Gäste waren schon bereit diesen Betrag zu bezahlen um die gute Stimmung nicht radikal abbrechen zu lassen.
So endete die Party und man dürfte sich anhören, dass dort noch nie wer so wild gefeiert hätte.
Abschließend muss man sagen, eine super Location, nur die Besitzer sollten schleunigst wechseln.
Von den Vorhaben dort vielleicht noch Hochzeitstage zu feiern, wurden wir auf jeden Fall durch diese Pächter abgebracht.
Dennoch wars für Beide der schönste Tag im Leben und wir haben uns den Spaß nicht verderben lassen.
Auch wenn es fürs Brautpaar ein sehr kostspieliger Spaß für wenig Service war. read more