Dieses Kino ist eine wirkliche Frechheit und die hier positiv getätigten Erfahrungsberichte absolut unverständlich. Schon von Beginn an fiel das Kino durch mangelnde Professionalität und Desinteresse an einer schönen Atmosphäre für den Kunden auf. Beim Betreten des Kinos fällt schon auf, das es nicht zu den Großen gehört. Der Empfangsbereich ist klein, spärlich mit Bar-Tischen ausgestatten und gleichzeitig mit der Kasse bestückt, wo man sowohl die Karten für das Kino, als auch die Snacks wie Popcorn und Ähnliches beziehen kann. Als Bezahlmethode werden Kreditkarten gänzlich ausgeschlossen, ausländische EC Karten werden ebenfalls abgelehnt und die Deutschen nur mit Ausweis angenommen, da die Passworteingabe bei diesen rückschrittlichen Geräten nicht möglich ist. Gleich dem Motto Der Kunde ist KEIN König wird einem der Einlass in die Kinoräumlichkeiten bis kurz vor Beginn der Vorstellung verweigert, damit man seinen netten Kinoabend erstmal im kleinen Empfangsbereich neben der Kasse beginnen darf. Wenn man Glück hat, bekommt man sogar einen Bartisch, um nicht sinnlos in der Gegend mit seinen Snacks neben der Kasse warten zu dürfen.
Ist es dann endlich soweit, und der Türsteher gewährt einem Einlass in die royalen Räumlichkeiten des Royal Filmpalast, fällt einem gleich ins Auge, dass der Kinosaal vorallem auf eines ausgelegt ist: möglichst viele Menschen reinzubekommen. Glücklicherweise wissen wohl die meisten aber schon über die Qualität dieses Kinos bescheid, und so konnte man selbst bei einem Film wie Les Misérables, der am selben Tag im Cinemaxx gänzlich ausverkauft war, sehr gut die Filmleinwand erblicken. Dieser wohl einzig positive Umstand war aber nicht der Konstruktion des Saals zu verdanken, der nebenbei gesagt wirklich kreativ ist und schon einzigartig erscheint. Zuvor habe ich wirklich noch nie in einem Kino erblicken können, dass wellenartig die vorderen und hinteren Reihen auf einer Höhe stellt und die Mitte nach unten versetzt. Den Sinn dem man diesen Umstand zu verdanken hat, kennt wohl der Architekt einzig und alleine. Jedenfalls war ich wirklich dankbar, dass dieses Kino absolut spärlich besetzt war und ich so wenigstens die visuelle Darstellung vollständig verfolgen konnte. Bei der Akustik dagegen versagte die Ausstattung des Kinos mal wieder auf ganzer Linie, was bei dem Genre Musical zutiefst tragisch erscheint. Die Lautstärke war bei den teureren Karten im hinteren Bereich gering und kam auch hörbar vorallem von der Leinwand. Der sonst in Kinos also erreichte Effekt, dass man vom Sound umgarnt wird, wurde einem hier nicht geboten. Alles Schlechte hat zum Glück auch mal ein Ende, denkt man sich am Ende des Films und geht unwissend zum Eingang des Saals, der aber von einem Türsteher blockiert wird und einen mehr, aber vorallem weniger nett, auf den Ausgang aufmerksam macht, der zum Ende der Vorstellung geöffnet wird. Wer glaubt das man wenigstens in Ruhe über das gerade erlebte senieren kann, täuscht. Sekunden nach Durchschreiten des Ausgangs kommt der Schock. Man wurde direkt ins Kalte manövriert und darf das Kino durch den Hinterausgang verlassen. Vermutlich damit die schlecht gelaunten Gesichter nicht den potenziellen Kunden im Empfangsbereich begegnet, dachte ich mir, als ich meinen Rückweg nach Hause antrat und mir schwor, diesen Bericht zu schreiben.
Fazit: Wer Qualität und Atmosphäre für einen schönen Kinoabend haben möchte und als Kunde König sein will, ist hier falsch am Platz. Im Royal Filmpalast kommt man sich eher wie eine Schlachtier vor, welches einmalig über ein Laufband transportiert wird und ausgeschlachtet wird. Denn das man ein zweites mal diesen Betrieb besucht, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen! read more