Wir wollten uns wieder einmal überraschen lassen.
Weiterhin bietet das Juliette das schönste Ambiente in Potsdam. Die Mischung aus Eleganz und Gemütlichkeit ist einmalig.
Wie üblich Prominenz an den Nachbartischen, ein Politmoderator ließ den GEZ-Zwanggeldgagenrubel rollen.
Der Gruß aus der Küche: Praline von der Ochsenbacke mit Meerrettichschaum und einem köstlichen kleinen Selleriesalat verhieß Gutes.
Die bekannten Variationen von der Gänsestopfleber entpuppten sich dann als geschmacklich etwas abwechslungsarm und durchgehend etwas überzuckert. Das konnte man hier mal besser. Überhaupt scheint Zucker zu einem beliebten Gewürz dieses Restaurants avanciert zu sein.
Den frisch gebratenen Rochen gabs wahlweise als Vorspeise oder Hauptgericht. Der Rochen, saftig auf den Punkt gebraten, war das Highlight des Abends, als Hauptgericht geordert ließen aber die in Teig frittierten Datteln und das winzige Sträußchen Enokipilze eine echte Gemüsebeilage schmerzlich vermissen.
An der dann folgenden französischen Käseauswahl war einzig das Früchtebrot zu empfehlen. Die Mischung viel zu kalt serviert war die unerwartete negative Überraschung. Sie schmeckte wie soeben einer Edeka-Kühltheke dem Papier entnommen.
Der Service war flott und zurückhaltend, aber so diskret, dass die Bemerkung über den Käse nur mit einem leichten Achselzucken ohne weitere Konsequenzen quittiert wurde.
Insgesamt diesmal 3,5 Punkte. read more