Unser älteres Kind geht seit 5 Jahren in diese Schule, unser Jüngstes seit einem Jahr. Wir haben einen Anfahrtsweg und hätten gern unsere Kinder in die staatliche Schule gegeben (die im Bezirk einen guten Ruf hat), auch um im Umfeld zu bleiben, damit sich die Kinder selbst verabreden können. Wir zahlen den bereits angesprochenen Betrag. Soviel zu der Contra-Seite, die für die Staatliche gesprochen hätte.
Pro-Seite: wir sind immer noch heilfroh, dass wir unsere Kinder in die Phorms-Mitte - trotz Weg und Geld- gegeben haben. Unsere Freunde berichten so viel Fragwürdiges aus der Staatlichen, da möchten wir unsere Kinder nicht wissen und unsere Freunde würden gern zur Phorms wechseln, nach allem was sie durch unsere Kinder hören, sehen, wenn es finanzierbar wäre, was sicher für nicht so viele leider der Fall ist. Die Kinder arrangieren sich wohl meist mit ihrer Schule (auch die Kinder unserer Freunde finden v.a. ihre Freunde wichtig, ob die Lehrer- mit Verlaub- pädagogisch und persönlich oft bedenklich handeln, können Kinder im Grundschulalter kaum beurteilen).
Unsere Kinder fühlen sich in der Phorms sehr wohl und wollen nicht woanders hin. Als Eltern waren es für uns das überzeugende pädagogische Profil (das sie spielend Englisch lernen war uns gar nicht so wichtig), der Blick für unsere Kinder (man kann jederzeit dezidierte Rückmeldung bekommen, wie sich das Kind über die schulischen Leistungen hinaus auch sozial und emotional entwickelt), der Zusammenhalt, die wirklich gelebten prosozialen Werte (die sich andere Schulen nur auf die Fahne schreiben),
vielleicht hatten wir all die Jahre nur Glück- bislang waren jedenfalls alle Lehrer wie ich es mir als Kind selbst gewünscht hätte (und ja, sie wechseln häufiger als an staatlichen Schulen, -was sich in den letzten Jahren aber besserte-, weil sie jung, aus dem Ausland kommend in der Schule Entfaltungsspielraum haben, aber die Bezahlung sicher nicht wie in öffentlichen Schulen ist, meist kommen die Lehrer aus USA, Kanada, England, ziehen dann wieder weiter ins Ausland) alle hoch engagiert, sehr nett und immer offenen Ohres, einmal im Semester gibt's ein ausführliches Rückmeldegespräch und als Psychologin bin ich sehr beeindruckt, wie differenziert, wertschätzend und ressourcenorientiert dies stets verläuft. Zudem gibt es eine students led conference, die Kinder stehen hier im Mittelpunkt und zeigen den Eltern, was sie in welchem Fach machen,
Individueller Fokus- das wird nicht nur betont, sondern auch wirklich gelebt. Zudem gibt es ein learning support team, geschulte Leute, die sich bei Schwierigkeiten zusätzlich mit den Kindern beschäftigen und schauen, ob es Probleme gibt.
Ich kann nicht bestätigen, dass die Phorms-Kids dem staatlichen Curriculum hinterher hinken, verglichen mit Gleichaltrigen beherrschen unsere Kids - zusätzlich zum Englischen- mind. die gleichen Inhalte bei mehr Freude am Lernen (wenig bis kaum Hausaufgaben, die bewusst beschränkt werden, damit das Kind noch Zeit zum Spielen hat).
Es gibt jedoch auch Kinder, die es nicht schaffen, die ohnehin schon mehrsprachig aufwachsen oder mit dem Englischen Probleme haben. Da die Phorms einen gymnasialen Weg ausschließlich bereitet, geschah es schon, dass einige Eltern in der Grundschule angesprochen wurden und ein Schulwechsel nahe gelegt wurde, um das Kind nicht zu überfordern. In unserer Klasse war der "Schwund" jedoch sehr gering (nur ein Kind, was es leistungsmäßig nicht schaffte)
Ich schätze unsere Kinder als durchschnittlich begabt, intelligent ein, sie kommen gut mit, werden angemessen gefordert und gefördert, Stärken werden hervorgehoben, was mir gut gefällt.
Schulkleidung finde ich auch als Konzept toll.
Auffällig ist an dieser Schule (was aus meiner Sicht mit der doch stattfindenden sozialen Selektion zu tun hat), dass die Anspruchshaltung einiger Eltern extrem hoch ist. Ich habe großen Respekt, dass die Lehrer hier sehr gut geschult auch diese Ansprüchlichkeiten (die stellenweise bis ins Absurde gehen) kompetent behandeln. Oft habe ich Mitgefühl, ich wüsste nicht, ob ich bei den hohen elterlichen Erwartungen immer so ruhig bleiben würde.
Das Management ist klar strukturiert, zugewandt, stets freundlich. Ich kenne keine Eltern, die sich über die Ansprechbarkeit, das Management, die Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit beschweren würden.
Die jährliche Schulbewertung, die allen Eltern zugänglich ist, fällt immer sehr positiv aus, Schade, dass in diesen Beiträgen überwiegend unzufriedene oder abgelehnte Eltern das Wort ergreifen. Das Bild, was hier gezeichnet wird entspricht in kleinster Weise dem, was wir in der Schule vorfinden.
Wir haben die Schule von Leuten empfohlen bekommen, die dort sind, eine meiner Bekannten arbeitet selbst dort, sodass ich auch weiss, dass intern das Team stimmig ist, wir haben die Schule weiter empfohlen und die Zufriedenheit ist nach wie vor sehr hoch bei uns allen. read more