Vorsicht: Bewußte Fehlaufklärung über Operationsrisiken !!!
Bei den Präsentationen im Vorfeld und während meiner Beratungsgespräche traf ich auf sehr freundliche Angestellte und einen professionell wirkenden Operateur, dem ich leider vertraut habe. Auf meine konkrete Frage, ob für mich das Risiko eines trockenen Auge besteht, wurde mir vom operierenden Arzt versichert, dass dieses Riksiko für mich nicht besteht. Ich wurde in keinster Weise darüber aufgeklärt, dass die Durchtrennung der Hornhautnerven zunächst zu einer kompletten Desensibilisierung der Hornhaut führt, bis sich die Nerven regenerieren sofern sie dies tun! Nicht zuletzt aufgrund der Aussage des Arztes habe ich mich zur Operation entschlossen, was sich im Nachhinein als schlechteste Entscheidung meines Lebens herausgestellt hat! Hätte mich nur jemand gewarnt, hätte ich mich nur unabhängig informiert!!!
Die OP an sich ist sehr erfolgreich verlaufen, am Kontrolltag nach der OP habe ich bereits 160% auf beiden Augen gesehen. Die ersten 9 Monate bis zum ersten Winter waren traumhaft, aber im ersten Winter haben die Probleme angefangen und der zweite Winter war dramatisch, innerhalb von einer Woche, hat sich mein Visus von von superscharf auf gerade noch zu erkennen verändert, am PC benötige ich wieder eine Brille.
2,5 Jahre nach der OP leide ich unter chronisch trockenen und schmerzhaften Augen, meine Tränendrüsen produzieren GAR KEINE Tränenflüssigkeit mehr, wodurch sich auch mein Visus verschlechtert hat, ich habe eine irreguläre Hornhautveränderung, die sich auch mit Brille nicht 100%ig korrigieren lässt. Wie man in diversen Foren, speziell in den USA nachlesen kann (dryeyezone.com), ist das post-LASIK trockene Auge eine gängige Erscheinung und bei bis zu 20% der Operierten entsteht ein chronisch trockenes Auge, weil sich die bei der Präparation des Flaps durchtrennten Hornhautnerven nie wieder regenerieren, was zur Folge hat, dass der Tränenreflexbogen nicht funktioniert, d.h. die Hornhautoberfläche kann ihre Information ich bin trocken, bitte Tränen produzieren nicht an die verschiedenen Tränendrüsen weitergeben und diese produzieren gar keine Tränen oder in ihrer Zusammensetzung veränderte Tränen, die nicht die ölige Komponenten enthält, welche vor dem Austrocknen bewahrt bzw. in ihrer Mineralienzusammensetzung gestört ist, wodurch das Auge unzureichend genährt wird und degenriert.
Damit ist die Hornhautoberfläche nicht mehr ausreichend befeuchtet, was die Infektanfälligkeit erhöht, was Schmerzen verursachen kann, die Sicht verschlechtert und durch die mangelnde Nährstoffversorgung (heutige Augentropfen können diese Funktion leider nicht erfüllen) kann es zum Sterben der Becherzellen der Bindehaut kommen. Es ist ein Teufelskreis und mein Wunsch, durch die OP meine Lebensqualität zu verbessern ist somit nach hinten losgegangen.
Bitte im Hinterkopf behalten: Optical Express wie auch andere private Laserzentren verdienen ihr Geld mit Operationen. Wie ich am eigenen Auge erleben durfte, nimmt man billigend in Kauf, dass vorher gesunde Menschen hinterher chronische Beschwerden haben (null Tränen aufgrund defekten Tränen-Reflexbogens, Hornhaut-Degeneration, Schmerzen). Und das trockene Auge ist eine ernstzunehmende Beschwerde.
Zudem: Es gibt kaum Operateure, die nachweislich selbst gelasert sind. Fragt man sie würden sie es natürlich machen lassen. Fragt man einen unabhängigen Augenarzt, raten die meisten klar ab, weil sie die Leidtragenden regelmässig zu Besuch haben
Tipp: Wenn die Laser-OP wirklich gemacht werden soll, könnte es sich lohnen in eine Uniklinik zu gehen. Diese Ärzte klären unabhängig über Risiken auf, verdienen ihr Geld auch ohne ihre OP. Dort werden Verfahren angeboten, bei denen die Hornhautnerven nicht per Laser/Mikrokeratom durchtrennt wird. Das kann kurzfristig (ca. 2 Wochen) etwas schmerzhaft sein, aber die Gefahr des post-LASIK-Zustandes ist einfach zu groß, auch wenn es viele gern bagatellisieren.
Vor der Entscheidung empfehle ich, sich im Internet unabhängig zu informieren, z.B. auch die Gegenargumente in Betroffenenforen zu lesen.
Ich bin ein junger Mann Anfang 30, bis auf die Augen kerngesund. Mein Leben ist durch die OP stark eingeschränkt, im Moment dreht sich fast alles um die Augen (wie kann ich meinen Bürojob weiter ausüben?) statt um ganz andere Themen.
Durch den geschickten Zug mit der 0%-Fianzierung habe ich mich im Vorfeld der OP viel mehr mit der Finanzierung beschäftigt, als mit den Risiken und ob ich die OP wirklich machen will.
Ich hoffe, mit meinem Beitrag zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den wichtigen Fragen
- ob?
- welcher Anbieter?
- welches Verfahren?
beizutragen. read more