Wer in den üblichen (angeblichen) Szene-Kneipen nicht hin- und hergequetscht werden will, der geht einfach in die Gaststätte Möller. Ein Kneipenklassiker.
Hier sitzt man (meist) ganz bequem an Tischen oder dem recht tief gehaltenen Tresen mit entsprechend kleinen Barhocker.
Die Einrichtung mit vielen Schiffchen und Gedöns ist schön verraucht.
Die (digitale) Musikbox gibt so Einiges her, was man (ich) sonst vielleicht nicht hören will - aber nach zwei Bieren geht das schon. Ja, zu späterer Stunde wird auch getanzt.
Zu den Gästen gehörten bei meinem letzten Besuch eine Bayrische Jodlerin, die mehrfach, lang und ausgiebig jodelte. Dazu kam dann noch ein höchst sympathischer Segellehrer, der vom Tüdelband über La Paloma ein paar übliche Hamburg-Songs zum Mitsingen mit Akkordeonbegleitung trällerte: Auf dem Spritzenplatz nachts um halb Eins...
Dieses ist also der Rückzugspunkt für alle, die rauchen wollen, sitzen wollen und vielleicht sogar dabei auch noch ihr eigenes Wort verstehen wollen, ohne zu brüllen.
Die Wirtin erspart den Besuch bei einer Domina. Man wird schön ignoriert. Im Gegensatz zu vorangegangenen Kommentaren ist anzumerken, dass sie sie so lang und intensiv mit anwesenden Gästen redet, dass man nur mit intensivster Ansprache das nächste Getränk bekommt. Es ist anzunehmen, dass dieses volle Absicht ist: Denn wenn die Wirtin auch noch nett wäre und man schnell ans Bier käme, dann wäre diese tolle Kneipe wahrscheinlich komplett überfüllt! read more