Eine Bereicherung für Besucher von Orléans
Für Kunstliebhaber ein Muss. Das Musée des Beaux Arts in Orléans ist ein Museum der Schönen Künste. Von diesem erhabenen Titel sollte sich aber niemand abschrecken lassen. Denn die Sammlung des Museums umfasst Werke vom 15. bis zum 20. Jahrhundert, womit also für jeden Geschmack etwas dabei ist.
Das Museum ist recht groß für eine Stadt wie Orléans, die immerhin nur etwas über 100.000 Einwohner zählt. Im Vergleich mit anderen, bekannteren Museen mit so genannten Blockbuster-Ausstellungen kann man hier nach Lust und Laune durch verhältnismäßig leere Säle schlendern. Kein Druck, kein Gerangel, kein Geschubse durch ungeduldige Besucher, die einen in volleren Museen schon einmal gern anrempeln.
Das Musée des Beaux Arts besitzt eine schöne Sammlung italienischer Gemälde sowie auch niederländische Meister des goldenen Zeitalters. Natürlich, wir sind immerhin in Frankreich, sind auch viele französische Künstler vertreten. Boucher kennt man von seinen leicht erotischen, spielerischen Szenen. Empfehlenswert sind auch die Pastelle, eine Spezialität der Kunst des 18. Jahrhunderts, die damals sehr beliebt waren. Mein Lieblingsbild ist und bleibt aber der Affe, der sich als schwungvoller Bildhauer betätigt, ein relativ kleines, rundes Gemälde von Antoine Watteau.
Am zweiten Sonntag im Monat ist der Eintritt kostenlos. Das Musée des Beaux Arts befindet sich nahe der eindrucksvollen gotischen Kathedrale. Es wurde bereits 1797 gegründet und ist damit eines der ältesten provinzialen Museen Frankreichs. Schon allein deshalb einen Besuch wert, auch wenn die Präsentation eine Überarbeitung gebrauchen könnte. read more