Da fällt mir doch nichts mehr ein Dann lieber für 10 cent mehr tanken und in eine andere Waschanlage fahren. Sowas sollte keiner unterstützen!
Nach Recherchen des ZDF-Magazins Frontal 21
verdienen Mitarbeiter der Autowaschanlagenkette Mr. Wash bisweilen
gerade mal einen Euro am Tag. Der Grund: Mr. Wash bezahlt nicht
nach Arbeitsstunden, sondern pro Auto. Das macht 2 Euro, geteilt
durch alle, die am Fließband der Waschstraße arbeiten. Da bleiben für
den Einzelnen oft nicht mehr als 20 Cent übrig. An Schlechtwetter-Tagen verdienen die Mitarbeiter dann besonders
wenig. Auch wenn nur wenige Autofahrer ihr Fahrzeug in die
Waschanlage bringen, müssen einige Mitarbeiter arbeitsbereit vor Ort
sein. Sie werden aber für die Wartezeit nicht entlohnt, kommen so
nach acht Stunden Anwesenheit auf Hungerlöhne. Vor allem im Winter
muss die Agentur für Arbeit in vielen Fällen deshalb die Gehälter auf
Hartz IV-Niveau aufstocken. Jürgen Göppner von der Gewerkschaft
ver.di spricht von sittenwidrigen Löhnen, von Ausbeutung pur. Zudem müssen die Mitarbeiter in einigen Niederlassungen auch noch
mögliche Schäden selbst bezahlen. Nach Recherchen von Frontal 21
kassierte Mr. Wash in Nürnberg von jedem Putzer täglich zwei Euro
als angeblichen Beitrag für einen Schadenregulierungsfonds. In
anderen Filialen werden Schäden aus der Trinkgeldkasse der
Mitarbeiter beglichen und das, obwohl das Unternehmen (http://www.presseportal.de/stichwort/unternehmen/13) für solche
Fälle versichert sein müsste, so die Gewerkschaft ver.di. In den deutschlandweit 32 Filialen der Autowaschanlagenkette
arbeiten etwa 500 Aushilfskräfte. Die haben keine Arbeitverträge. Man
habe bisher geglaubt, mit Aushilfen keine formellen Arbeitsverträge
schließen zu müssen, räumt Geschäftsführer Richard Enning gegenüber
Frontal 21 ein. Wir werden das prüfen, und dann werden wir das
gegebenenfalls ändern. Die weiteren Vorwürfe weist Enning zurück. Mr. Wash verlangt von
seinen Mitarbeitern anfangs bis zu drei Tage unbezahlte und
unversicherte Probearbeit. Für Enning völlig normal. Wenn ich die
Aussicht habe, einen guten Job zu bekommen, würde ich dafür auch
erstmal das tun, sagt er gegenüber Frontal 21. Mr. Wash ist ein Familienunternehmen mit Sitz in Düsseldorf und
einem Umsatz von 205 Millionen Euro im Jahr 2008. Die drei
Firmenchefs kassieren laut Geschäftsbericht zusammen 1,4 Millionen
Euro Gehalt im Jahr.
Quelle: http://www.presseportal.de/pm/7840/1542968/zdf read more