Es gibt sie noch, die gute alte Vinyl-LP. Und in letzter Zeit liegt sie sogar schwer im Trend, junge Musikfans haben den bewährten Tonträger für sich entdeckt, im Indie- und Klassikbereich gibt es kaum eine Neuveröffentlichung ohne Vinylausgabe, in der Regel mit Downloadcode. Der Michel vom Monophon ist aber kein Trendsetter, geschweige denn ein Hipster, sondern altmodisch im besten Sinn. Er macht keinen Mailorder, vermeidet das Netz und setzt stattdessen auf ehrliche, aber auch subjektive Beratung, und wenn man seinen unkonventionellen, skurrilen Stil mag, wird es schwer, nicht sein Stammkunde zu werden. Sein Laden selbst ist liebevoll versifft, seine Ware (ein paar Zehntausend Vinyl-Platten, auch viel Neuware, bisserl CDs, Bücher, HiFi-Technik und Trödelzeug) ist aber gepflegt, und das Kaufen beim Michel ist ein Gesamtkunstwerk mit gutem Kaffee, Fachsimpeln und Probehören auf den wechselnden Anlagen, die bei ihm rumstehen. Seit Jahren mein Zweitwohnzimmer, das ich so oft wie möglich besuche. Und das alles im Bermudadreieck Grombühl mit Baci di Carina (hochwertige Schoki) und dem Scotland's Glory (Schottischer Single Malt in großer Auswahl). Tipp: An einem lauen Samstag alle drei besuchen und leer kaufen! read more