Auch wenn Fritz Lattka in dem Traditionsbetrieb nicht mehr hinter Verkaufstresen oder an der Schleifmaschine steht - solch einen Laden vermutet man nicht in Görlitz.
Scharfe Sachen nicht nur für Küche oder Haushalt, dies in ungewöhnlich großer Auswahl - in Sachen Messer isr dieser Laden für verkappte Hobbyköche und Gemüseschnitler ein Paradies.
In der Presemitteilung des Bayrischen Rundfunk (TV) war über die Dokumentation der Reihe Der Letzte seines Standes über Lattka zu lesen:
Das Messer gehört zu den ältesten Werkzeugen der Menschheit. Es ist in allen Kulturen verbreitet, ist Symbol, ein Zeichen der Macht, auch Kunstobjekt und begleitet die gesamte Menschheitsgeschichte. Das Handwerk aber, das dieses wichtigste und verbreitetste Werkzeug herstellt, existiert in unserem Kulturkreis nur noch vereinzelt. Messer sind zu Produkten der Industrie geworden. Werden sie noch von Hand gemacht, so sind das Einzelstücke, die sehr viel Geld kosten.
In Görlitz an der Neiße gibt es noch einen, der die Kunst dieses archaischen Handwerks beherrscht: Fritz Lattka, 75 Jahre alt, Messerschmied in dritter Generation.
So wie sein Großvater die Werkstatt eingerichtet hat, existiert sie noch heute. Sie ist im Keller unter dem kleinen Laden eingerichtet, in dem nun schon fast 100 Jahre die Lattkas ihre Messer verkaufen.
Noch einmal schmiedet Meister Lattka freihändig ein Taschenmesser, und zwar genau den Typ, den er für seiner Meisterprüfung hergestellt hatt: Ein Sprungmesser mit drei Klingen und Korkenzieher
Die Doku wurde 2004 gesendet - die Messer schleift nun Michael Kloppe, langjäriger Mitarbeiter von Fritz Lattka.
Bleibt zu hoffen, dass solch ein altes Handwerk möglicht lange in der Görlitzer Weberstraße überlebt. read more