Die blonde Chefverkäuferin ist der absolute Oberknaller. Ich weiß nicht, ob sie für jedes Wasserbrötchen mit 20 Cent provisioniert wird, aber so was anstrengendes wie diese Frau gibt es sonst nirgendwo. Wenn man gefragt wird darf ich Ihnen Brötchen xy noch zum Probieren dazupacken, das ist neu im Sortiment gehe ich davon aus, dass dies kostenlos zur Probe mitgegeben wird. Wenn man dann aber sieht, dass dieses Brötchen abgerechnet wird und man daraufhin äußert, dass man es doch nicht haben wolle, ist es doch ziemlich außergewöhnlich, dass daraus tatsächlich eine Diskussion entsteht. Sie hat mich tatsächlich noch 4x gefragt, dass ich dieses Brötchen nicht doch haben will und mit mir die Pro und Contras dieses einzelnen Brötchens erörtert. Das kann nicht wahr sein.
Diese Kleinigkeit würde mich nicht so aufregen, wenn das nicht Methode hätte. Die nach Schoko-Donut aussehenden Gebäckstücke sind z.B. keine Schokodonuts, sondern Donuts mit einer dunklen Zuckerglasur. Generell habe ich diese Donuts daher auf meine No-Go-Liste gesetzt und wollte sie einfach nicht mehr kaufen, ohne daraus groß Trara zu machen. Wenn man diese Donuts dann aber aktiv angeboten bekommt, entsteht daraus folgender Dialog:
Sie: Darfs denn noch etwas Süßes sein?
Ich: Nein, danke.
Sie: Wir hätten hier aber z.B. noch sehr leckere Donuts mit Puderzucker oder Schokolade.
Ich: Nein, danke. Die Donuts hatte ich das letzte Mal und die waren wirklich schlecht. Da ist auch keine Schokolade drauf, sondern dunkler Zuckerguss.
Sie: Nein, das ist Kuvertüre. Wir sind eine Konditorei und verwenden nur die besten Zutaten. Andere Bäckereien benutzen so etwas heutzutage gar nicht mehr.
Ich: (gedanklich aha). Das ist bestimmt keine Kuvertüre, das ist reiner Zuckerguss. Dann ein Blick in den Aushang, wo die Donuts als Donuts mit Schoko-/Zuckerglasur. Hinweis an die Verkäuferin: Ihr habt doch selbst hier stehen mit Zuckerglasur
Sie: Nein, das ist ein Fehler. Das Schild ist falsch beschriftet, das ist reine Kuvertüre.
Daraufhin dreht sie sich zu einer Kollegin um und sagt zu ihr, dass das Schild ausgetauscht werden müsse und die Donuts mit Kuvertüre ausgezeichnet werden sollen. Bloß keine Schwäche zeigen, ich hab immer Recht
Was für ein dummes Geschwätz. Aber was soll man machen: Diese Frau ist ein absolut hoffnungsloser Fall.
Damit aber niemand denkt, dass mein persönlicher Groll gegen diese Frau zu dieser schlechten Bemerkung führt, möchte ich unterstreichen, dass die süßen Backwaren z.T. wirklich widerlich sind. Ich habe z.B. noch niemals einen russischen Zupfkuchen gegessen habe, der so in Rumaroma ertrunken war. Selbst ein purer Bacardi schmeckt weniger nach Rum als ein Stück Zupfkuchen von Möller. Aber vielleicht findet so was ja auch Liebhaber
Das Brot und die Brötchen sind zugegebenermaßen gut - zumindest wenn man frische Brötchen bekommt. Allerdings hat sich auch schon ein Wasserbrötchen (sogenanntes Möller-Brötchen) in die Tüte geschlichen, welches nur noch zum Panieren geeignet war und ca. 3-4 Tage alt war. Ich würde gerne mal wissen, wie so etwas sein kann
Ein weiteres Highlight sind die belegten Brote von Möller. Beim ersten Mal war ich von dem belegten Salamibrot wirklich begeistert. Beim zweiten Mal haben mir die Damen und Herren dieses Bäckers tatsächlich eine Brotkruste als belegtes Brot verkauft. Leider habe ich dies in der Hektik des Alltags erst in der Mittagspause bemerkt. Dieses Brot war demzufolge sehr dick und auf dem gesamten Brot war eine halbe Salamischeibe drauf. Im Endeffekt habe ich also viel zu viel Geld (den genauen Preis habe ich nicht mehr im Kopf) für eine (so gut wie unbelegte) trockene Brotkruste bezahlt. Da kommt man sich mit der Zeit und in der Menge der Vorkommnisse dann schon verscheißert vor und fragt sich, wie so etwas in den Feinschmecker-Atlas kommt"
Positiv sind natürlich die Öffnungszeiten (auch an Feiertage). Das ist aber auch der einzige Grund, dort überhaupt hinzugehen. Zumal die anderen Lindener Bäcker in so ziemlich allen Belangen besser sind. read more