Ich war zwei Mal in der Praxis. Erst zum ziehen der zwei linken Weißheitszähne und anschließend die rechten beiden.
Beide Male kam ich mir nicht gut behandelt vor. Beim ersten Termin nahm ich nach kurzer Wartezeit und Ausfüllen des Anamnesebogens im Behandlungszimmer Platz. Bereits mit der Spritze in der Hand erklärte mir Dr.Eiss, welche Nebenwirkungen es gibt. Während er dies noch erzählte fuhr er schon den Stuhl herunter. Hätte er nicht schon zum Spritzen der Betäubung angesetzt, hätte ich ihn gefragt ob er noch viel vor hat an diesem Tag. Immerhin war ich pünktlich zum Termin und konnte somit keine Ursache für Verzögerungen in deren Ablaufplan sein. Es ging mir einfach zu schnell, er sollte sich mehr Zeit nehmen für seine Patienten und nicht mit einer selbstverständlichkeit einen neuen Rekord für seine zwei Risiken-Nebenwirkungen-Sätze während des runterbeugens des Stuhl und des ansetzens der Spritze aufzustellen versuchen.
Die eigentliche klein-OP war ok. Dass es ein wenig unangenehm wird, war mir klar. Nachdem beide Zähne in zertrümmerter Weise herausgenommen wurden, die Fäden gebunden wurden und ein Röntgen-Kontrollbild gemacht wurde, erhielt ich kurze Zeit später im Wartezimmer sitzend die Hyopsbotschaft. Tut uns leid erklärte mir die Assistentin (die dafür nichts kann, wahrscheinlich unterbezahlt aber sehr freundlich war). Es wurde leider ein kleines Stück Ihres Zahnes vergessen. Na toll! Zurück auf den Patientenstuhl wurde der Faden entnommen, ein kleiner Krümel Restzahn entfernt und anschließend wieder zugebunden. Bestimmt nicht leicht für den Chirurgen, alles zu erkennen. Aber bei seiner hektischen Arbeitsweise ist sowas sicher kein Einzelfall.
Einen Tag später gab es einen Kontrolltermin, wo ich ihm von Nasenbluten erzählte. Ich wollte gern wissen warum das so ist. Wissen tat ich es danach immer noch nicht nur dass es normal ist. Er hat nur vergessen etwas weiter auszuführen wie stellen Sie keine Fragen. Ich Arzt. Du Patient. Zeit ist Geld. Gesagt hat er es nicht seine Behandlungsweise ließ aber darauf schließen, dass er scheinbar so denkt.
Meinen Termin zum ziehen der Fäden machte ich dann bei meinem richtigen Zahnarzt zu dem habe ich mehr vertrauen.
Mein zweiter Termin einige Monate später hätte ich eigentlich lieber bei einem anderen Chirurgen vorgenommen. Ich musste ihn aber noch im Dezember erledigen, weshalb ich nirgend anders einen Termin kurzfristig bekam.
Da ich grundsätzlich vom Guten in Herrn Eiss ausging, ließ ich mich also erneut von ihm behandeln ich hätte aber weniger gutgläubig sein sollen.
Die Spritzen beim zweiten Termin mussten diesmal auf die andere Seite zuvor hat er mich jedoch nicht einmal auf Gefahren/ Risiken/ Nebenwirkungen hingewiesen. Eigentlich dachte ich, dass es gesetzliche Pflicht wäre. Vielleicht aber auch nicht keine Ahnung. Aber Zeit ist Geld, deshalb sollte ich mich noch 10Min ins Wartezimmer setzen, wodurch der Raum nun für einen anderen Patienten genutzt wurde. Als ich von einer Assistentin in ein Behandlungzimmer geführt wurde, traf kurze Zeit später Herr Eiss auch dort ein, nachdem er eben eine andere OP durchführte genau weiß ich es nicht. Man hörte nur den Bohrer und dass die Dame an der Rezeption erklärte Herr Eiss ist gerade in einer OP. Klasse dachte ich mir; hier gehts ja Schlag auf Schlag. Das Bild des gestressten Chirurgens, der je Stunde scheinbar 4 Patienten operiert wurde dadurch komplettiert. Deshalb interessierte es ihn auch nicht, dass ich ein langsameres und behutsameres Vorgehen angenehmer fände. Mit seinem Zahnarzt/ Chirurgen sollte man sich eben nicht anlegen er sitzt am längeren Hebel (im warsten Sinne siehe weiter unten). Deshalb hat es also nichts gebracht, dass ich ihm dies in freundlicher Art und Weise nahelegte. Die Spritze in dem Gaumen ist nun ein bisschen doof sagte er womit er Recht behielt; zog es aber trotz meiner laute EISSkalt durch. Die diesmalige klein-OP war wesentlich schlimmer. Er kann sicher nix dafür, dass der Zahn diesmal fester im Kiefer verankert war. Den von ihm angewendeten Hebel befand ich dann aber als zu viel des Guten. Mit ungeheurem Druck am Zahn ziehen ist durchaus korrekt. Aber wenn er dann meinen Mundwinkel als Auflager des Hebeldrehpunktes für sein Instrumentengriffstück nutzt und das Ende dessen an der Außenseite gefühlt mein Ohr nahezu berührte, bekam ich die nichtvorhandenseiende Einfühlsamkein des Arztes zu spüren.
Als diesmal alles erledigt war, ging es zum Röntgen wobei es diesmal allerdings keine schlechte Nachricht gab. Vielleicht hatte er sich das Bild aber auch einfach nicht richtig angesehen.
Alles in Allem empfinde ich Herrn Eiss als sehr gestressten Chirurgen, der große Probleme damit hat, sich für seine Kunden Zeit zu nehmen und sich ihnen anzunehmen. Es geht bei Herrn Eiss nur um Zeit. Die OP meiner zwei Weißheitszähne kostete knapp 600 Euro. Wie rentabel denkt sich der Arzt. Der Patient fühlt sich dort jedoch nur in Fließbandarbeit abgefertigt ich zumindest.
Und so ließ read more