Zunächst: Ich bin 22 Jahre alt
und habe schon mehr als 10 Busreisen in meinem Leben gemacht, da ich die
Betreuung und die Einfachheit an Busreisen eigentlich sehr schätze. Für 5 Tage
London (was bei 2 Übernachtungen lächerlich ist, da sollte man es 3 Tage London
nennen) habe ich dann MangoTours gefunden, da der Anbieter erschwingliche
Preise und auch ein ausgewogenes Programm drumherum anbot. Vor der Abfahrt hatten wir schon
Probleme: Erst habe ich die Rechnung nicht erhalten, nach mehrfachen Anrufen
ist mir die allerdings nachgeschickt worden. 5 Tage nach der Bezahlung erhielt
ich dann eine Mahnung, dass kein Geld eingetroffen sei. Nach erneuten
Telefonaten wurde mir dann gesagt, dass bei denen SICHER nichts ist und ich
meine Bank fragen soll. Nachdem ich einen Tag damit verbracht habe das zu
klären, ist den Menschen bei MangoTours dann aufgefallen, dass das Geld DOCH da
ist. Das hat mir allerdings niemand gesagt, ich musste erneut aus eigener
Initiative heraus anrufen und nachfragen.
In der Mail mit den Abfahrtszeiten dann der zweite Schock: Die Fahrt sollte am
Mittwoch losgehen, wir sollten am Donnerstag um 1:45 abgeholt werden. Eine
Zeit, in der in Aachen gewiss keine Busse mehr fahren, besonders, wenn der
Abholort vollkommen außerhalb liegt. Als der Reisebus, der nach Paris fahren
sollte, ankam, wurde uns gesagt, dass der Londonbus mindestens 45 Minuten
Verspätung hat, man würde uns aber mit auf eine Raststätte nehmen und dort
könnten wir besser warten. Der Parisbus war zu dem Zeitpunkt so voll, dass die
Reiseleiter nicht mal mehr sitzen konnten, es waren schlicht zu wenig Plätze
vorhanden. Dann waren die Busse auch noch aus Tschechien, unkomfortabel und die
Busfahrer konnten nicht ein Wort Deutsch. Sehr vertrauenswürdig alles Bei der Raststätte hieß es dann
PURES CHAOS! Wer zuerst im Bus war, bekam gute Plätze. Dadurch ist das alles
etwas aus dem Ruder gelaufen und ich musste mit meiner Mutter in die letzte
Reihe, die mit 5 Erwachsenen schlicht zu voll war. Wir konnten unsere Sitze
nicht nach hinten legen, geschweige denn unsere Beine ausstrecken. Die Menschen
aus der Reihe vor uns haben dann zu allem Übel auch noch ihre Sitze nach hinten
gekippt, sodass wir in der letzten Reihe nur etwa 20 Centimeter zwischen
Oberkörper und Vordersitz hatten. Das ist eine Frechheit! Wir fahren aus gutem
Grund Bus, nämlich wegen der Platzangst, die meine Mutter und ich in Flugzeugen
haben. Doch dieser Bus war schlimmer als jedes Flugzeug, meine Mutter war kurz
davor den Bus zu verlassen und die Reise abzusagen. Das war für die
Reiseleitung allerdings kein Grund an der Sitzplanung etwas zu verändern, damit
mussten wir halt leben. Zwar wurde den Vorderleuten gesagt, sie sollen die
Sitze nach vorne machen, als sich allerdings keiner daran hielt war das der
Reiseleitung auch egal.
Zunächst wurde uns dann versichert, dass auf der Rückreise getauscht wird und
wir bessere Plätze bekommen, plötzlich hieß es dann aber, dass keiner die
Plätze wechseln darf, alles muss so bleiben wie es ist. Na Danke für die
Planung Nach 2 Stunden Fahrt bekamen wir
alle in der letzten Reihe Krämpfe in den Oberschenkeln vom umständlichen Sitzen
und keiner von uns hat in der Nacht auch nur eine Minute geschlafen. Dadurch
war der erste Tag in London dann natürlich halb gegessen, wir waren schlichtweg
zu müde. Wir sehen nicht ein, den vollen
Preis zu bezahlen, wenn die Leistung Schlafsesselbestuhlung nicht eingehalten
worden ist. Wir müssen genau so viel bezahlen wir die 45 anderen Menschen, die
in Ruhe schlafen konnten. Das ist wirklich unter aller Sau! In London selbst war es auf
eigene Faust sehr schön, auch wenn viele Tipps schlichtweg falsch waren und wir
einige Minuten mit der Suche nach falschen Namen verbracht haben. Die Ausflüge
waren dann ganz in Ordnung, obwohl auch hier falsche Versprechungen gemacht
worden sind. So wurde z.B. versichert, dass wir uns alle in Greenwich auf den
Nullmeridian stellen können. Vor Ort kam dann raus, dass der Eintritt zum
Nullmeridian noch einmal 7 Pfund Extrakosten beinhaltet. Das hat uns vorab
niemand gesagt und steht auch nicht im Programm. Weiterhin hat sich unser
Reiseleiter nach 2 Tagen abgesetzt und uns einem Studenten überlassen, der von
so ziemlich nichts Ahnung hatte und uns 30 Minuten durch Greenwich gescheucht
hat, obwohl der Weg eigentlich nur 10 Minuten gebraucht hätte. Auch die
angekündigte Pubtour mit anschließendem Clubbing fand nicht wirklich statt,
eine Schwulenbar und eine Bar sind für mich definitiv keine Pubtour und das
Clubbing fiel wegen spontan umgeworfener Planung auch in's Wasser. Mango Tours hat mit Unkompetenz,
Unfreundlichkeit und fehlender Kompromissbereitschaft geglänzt. Die
Insidertipps findet man auf jeder zweiten Website, wenn man London bei
Google eingibt. Die Hotels waren furchtbar, abgeplatzte Fugen, lose Platten,
kalte Duschen und seltsames Essen sind nur einige der Mängel, da muss man aber
sagen, dass so nah an London viele Hotels sehr abgewohnt sind und wir damit read more