Die Pizzeria Mamma Mia in Bad Hindelang besuchten wir erstmalig im September 2012. Bereits beim ersten Besuch waren wir begeistert: freundlicher Empfang, angenehme Atmosphäre, gemütliche Einrichtung. Nachdem wir Platz genommen hatten, wurde uns direkt die Speisekarte überreicht und nach den Getränkewünschen gefragt. Die Getränke kamen ebenfalls sehr schnell, und auch das Essen ließ nach der Bestellung nicht lange auf sich warten.
Bestellt wurde als gemeinsame Vorspeise ein Gemüseteller sowie zwei Pizzen. Zum Gemüseteller wurden zwei sep. Teller gereicht. Die Vorspeise bestand aus verschiedenen, sehr lecker angerichteteten Gemüsen wie gegrillter Zucchini und Aubergine, Blumenkohl, Pilzen, Rucola usw. Die Vorspeise war, sofern eben noch ein Hauptgericht bestellt wird, für zwei Personen absolut ausreichend.
Die Pizzen waren ausgesprochen schmackhaft: ein sehr leckerer, knuspriger Teig, gut gewürzte Tomatensauce und frische Zutaten (Pilze, Paprika, Rucola) bzw. Zutaten wie Tonno, Kapern, Sardellen lassen mich nur sagen: Top! eine bessere Pizza hatte ich bislang nicht gegessen.
Mit dem Wunsch nach der Rechnung kam die nächste Überraschung: wir wurden gefragt, ob wir noch einen Likör oder einen Grappa zu uns nehmen möchten! Das hatte ich bislang bzw. seit ewigen Zeiten nicht mehr erlebt. Einfach hervorragend!
Und so kann ich zu unserem ersten Besuch 2012 nur folgendes sagen: es folgten während unseres dreiwöchigen Aufenthaltes mehrere Besuche bei Mamma Mia. Jeder Abend wurde genossen, das Essen, die Bedienung, der Service, alles war gleichbleibend gut.
So mein Urteil für das Urlaubsjahr 2012: volle Punktzahl, fünf Sterne.
Mit einer gewissen Vorfreude ging es nun, im Juni 2013, wieder in das Restaurant Mamma Mia.
Die Bedienung war nun eine andere (durchaus üblich in Urlaubsgebieten), jedoch nicht weniger freundlich als 2012. Der Besitzer / Chef indes war derselbe.
Auch diesen Antrittsabend begannen wir mit der (immer noch empfehlenswerten) Gemüseplatte. Und, als alte Pizzaliebhaber, blieb es auch bei der Pizza. Die Gemüseplatte sowie die Pizzen hatten dieselbe Qualität, uff, es gab nichts auszusetzen. Der Service war prima, Getränke und Essen kamen nach der Bestellung sehr schnell, und die Qualität war eben: bestens. Was an diesem Abend fehlte und auch ein Stückchen des hervorragenden Gesamtpaketes ausmachte, war der liebgewonnene Aperetiv. OK
Der zweite Abend in diesem Restaurant:
Dieser endete leider mit einer ziemlichen Enttäuschung. Und wir sind uns noch nicht sicher, ob es zu einem dritten Abend kommen wird. Dies wird sich entscheiden, wenn wir das Restaurant Pizzeria und Restaurante Da Luigi in Vorderhindelang besucht haben.
Zum zweiten Abend:
Die Begrüßung war freundlich wie immer, Speisen und Getränke kamen nach kurzer Wartezeit, und auch die Qualität hatte den gleich hohen Standard des Restaurants. ABER: wir kamen uns erstmals in diesem Restaurant wie Touristen vor: anderen Gästen (Stammgäste oder bislang häufiger eingekehrte Gäste) wurden mit wesentlich mehr Aufmerksamkeit bedacht: der Inhaber setzte sich an mehreren Tischen zu den Gästen, plauderte und trank mit ihnen, wechselte häufiger ein Wort mit ihnen. Es ist bestimmt nicht so, dass ich einen großen Wert auf solche Dinge lege. Jedoch bin ich schon der Meinung, dass Gästen grundsätzlich die gleiche Aufmerksamkeit entgegengebracht werden sollte. Zumindest aber sollte nicht allzu deutlich spürbar sein, dass man eben nur zur durchlaufenden Kundschaft gehört.
Völlig unangemessen war es gegen Ende des Besuches: weder der Chef noch die Bedienung bemerkten annähernd 20 (!!!) Minuten lang, dass unsere Gläser leer waren. Durch die erhöhte Aufmerksamkeit, die den anderen Gästen geschenkt wurde, war es uns auch kaum möglich, den Blick einer der beiden zu erwischen, um das Signal zum Bezahlen zu geben.
So endete der zweite Abend ziemlich genervt. Schade, denn dies schwächt den bis dato hervorragenden Gesamteindruck.
Noch eine Anmerkung: den Wunsch nach der Rechnung nahm letztendlich der Inhaber entgegen. Ich weiß nicht, ober er bemerkte, wie angeratzt wir waren. Jedoch fragte er noch, ob wir noch einen Schnaps trinken möchten. Ich weiß nicht, ob diese schöne Gepflogenheit des Aperetifs bei Mamma Mia aufgegeben wurde. Es hob das Restaurant noch ein wenig aus den bisher besuchten Restaurants heraus. Aber, das werden wir bei einem eventuellen dritten Besuch feststellen.
Anlässlich des diesmal nicht so gut verlaufenen Abends: fünf Sterne für das Essen, zwei Sterne für das Drumherum. Macht im Schnitt leider nur drei Sterne. Und in der Mischung mit 2012: vier Sterne. read more