Lage 10/10
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Selbst für "Lokalkenner" ist die Linzer Stube in einer ruhigen Nachbarschaft gut versteckt. Ohne Tipps von Freunden oder dem Echo würde ich das Lokal also nicht kennen. Das hat allerdings nichts negatives. Denn dafür, dass es gut versteckt ist, war es an einem Mittwoch völlig ausgebucht. Daher volle Punktzahl.
Ambiente 9/10
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Steht man vor dem Lokal, kommt einem das Gefühl, man stehe vor einer Kneipenwirtschaft. Der Weg ins Restaurant führt zunächst durch einen Außenkorridor in die überdachte Terrasse, die auch für Raucher ideal ist. Durch den dortigen Hintereingang gelangt man dann endlich - über Küche und Toilettengang - in die Räumlichkeiten. Dort angelangt, steht man in einem urigen Ambiente, wo man häufig auf Gänse stößt.
Wer sich die Bebauung genau anschaut, wird feststellen, dass die Lösung mit dem Hintereingang nicht anders möglich ist. Dennoch ist es für "Neubesucher" leicht irritierend, sodass hier ein Punkt abgezogen werden muss.
Service 10/10
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Wer es von "früheren Zeiten" gewohnt ist, dass der Inhaber stets darauf achtet, dass die Gäste bedient sind und das Glas nicht leer ist, der wird sich freuen. Sowohl der Inhaber als auch die Servierer sind sehr freundlich, auch dann, wenn man nicht reserviert hat. Getränke standen schnell auf dem Tisch und auf die einzelnen Speisen musste man nicht lange warten.
Essen 09/10
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Zunächst eine Randnotiz: Man sollte sich vorab erkundigen, was in der österreichischen Küche typisch ist..
Bestellt wurde:
- Vorspeise: Palatschinken mit Hackfleisch gefüllt und mit Käse überbacken
- Hauptspeise: Wiener Saftgulasch mit Semmelknödel (Tipp!)
- Nachspeise: Wiener Apfelstrudel
Zu der Vorspeise kann man nicht viel dazu sagen, weil sie einfach unbeschreiblich lecker war. Weil mir diese Kombination aus Crepe, Hackfleisch und Käse neu war, konnte ich keinen Vergleich herstellen. Allerdings kann diese Vorspeise auch als Hauptspeise angesehen werden, da man recht gut satt wird.
Der Hauptgrund, weswegen die Linzer Stube aufgesucht wurde, war der bekannte und beliebte Saftgulasch. Wer ein Liebhaber von Gulasch ist, der kommt hier auf seine Kosten. Lecker zartes Rindfleisch in einer fülligen dunklen Soße. Die "fluffige" Semmelknödel rundete das Erlebnis ab. Hinweis: Wem die eine Semmelknödel zu wenig erscheint, wartet es ab: Ihr werdet danach erfreut sein, dass es wirklich nur eine ist :-)
Der eine abgezogene Punkte bezieht sich ausschließlich auf die Nachspeise. Ein Wiener Apfelstrudel sollte es sein und es kam auch so. Crepe mit viel Apfelstücken und einer Vanillesoße. Allerdings hatte ich den Wiener Apfelstrudel anders in Erinnerung (Blätterteig statt Crepe), sodass ich nicht so begeistert war. Natürlich ist dies eine persönliche Meinung. Wer den Apfelstrudel gerne mit Crepe mag, darf den einen Punkt wieder dazuzählen... :-)
Als Dank bekam ich eine fruchtigen Obstler, der einem wieder glücklich machte!
Preis -/-
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Dazu sag ich nur: Gutes Essen hat seinen Preis.
Fazit
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Gut versteckt bedeutet nicht, dass es schlecht ist. Die Linzer Stube kann man, bei all dem Fast Food in Darmstadt, als ein Geheimtipp ansehen. Die Kompromisslösung mit der Hintertür ist eine faire, da die Bebauung nichts anderes zulässt.
Empfehlenswert also. read more