Zur Info: Ein kurzes Fazit findest du am Ende des Beitrags.
Wir waren vor zwei Wochen mit einem Citydeal-Gutschein dort. All you can eat-Buffet. Bei der Reservierung wurde uns mitgeteilt, dass dieses Buffet nur einmal im Monat und zwar am 1. Freitag stattfindet. Das schränkt den Gutschein, der laut Aufdruck sowieso schon nur freitags gilt, noch einmal deutlich ein.
Nun gut, betritt man das Lokal, kommt man direkt an den Toiletten vorbei. Der Geruch im Eingangsbereich war nicht gerade erbaulich, aber dazu später mehr.
Als wir gegen 19 Uhr den Gastraum betraten, fanden wir zwei belegte Tische vor, der Rest war noch frei. Es gab zwei Bedienungen, von denen eine hinter der Theke stand und in die Gegend guckte, die andere nur kurz zu uns herüberblickte und weiter Karten und Besteck auf den Tischen verteilte. Begrüßt hat uns niemand, sodass wir uns einfach selbst einen Tisch gesucht haben.
Nach einer kurzen Wartezeit (von ungefähr 20 Minuten) kam dann die nette Dame, die bis dahin wohl mit dem Aufstellen von Kerzen und anderen Utensilien fertig war, auch schon auf uns zu und erkundigte sich nach unserem Begehr. Ich habe mich dann erst einmal für die Getränkekarte entschieden, die Sie uns auf Aufforderung auch gern brachte. Dass wir Gutscheine für das Buffet haben und diese auch nutzen möchten, haben wir auch direkt angemeldet (obwohl vorher auch schon telefonisch). Zur Kenntnis genommen wurde das wohl, eine Info zum Ablauf des Buffets gab es allerdings nicht. Nachdem unsere Getränke nach weiteren 20 Minuten gebracht wurden, haben wir diese Info dann eingefordert.
Wir durften uns also selbst aufmachen und das Buffet begutachten und uns selbst bedienen. Besteck lag auf dem Tisch - naja, jedenfalls auf jedem zweiten, auf unserem leider nicht, sodass wir uns vom unbesetzten Nachbartisch bedienten. Teller gab es am Buffet. Natürlich nicht in ausreichender Anzahl, aber auf Anfrage war man uns auch hier gern behilflich. Die Bedienung, die anfangs hinter der Theke stand, war übrigens auch weiterhin hinter der Theke. Dass sie mal einen Blick über das Buffet hat schweifen lassen um herauszufinden, was noch fehlt, wäre durchaus wünschenswert gewesen. Wie auch immer: Sie stand auch weiterhin hinter der Theke.
Nachdem wir also Besteck und Geschirr beisammen hatten, konnten wir uns auch bedienen. Das Gros der Auswahl bestand aus Antipasti, also kaltem Essen. An einem Freitagabend nach einer anstrengenden Arbeitswoche hatte ich mich eigentlich auf warmes Essen gefreut. Das habe ich dann tatsächlich auch noch finden können: Ein einziges Stövchen mit Fertignudeln mit Erbsen in einer weißen Soße mit Erbsen und etwas Kochschinken und vor allem mit grünen Erbsen. Als leidenschaftlicher Fleischesser fand ich in diesem Essen - neben dem einzigen warmen Gericht - übrigens auch das einzige, das mit Kochschinken tatsächlich so etwas wie Fleisch enthielt.
Außerdem gab es einen Teller mit einer einzigen Pizzasorte - Marguerita mit Mais und Erbsen. (Gab es die Erbsen wohl diese Woche im Angebot?) Die Pizza war übrigens kalt und auf Nachfrage wurde uns entschuldigend versichert, dass das daran liege, dass die auch schon seit Restaurantöffnung um 18 Uhr dort liege. Der Unterton ließ vermuten, dass es unser Problem wäre, wenn wir erst um 19 Uhr zum Essen kämen. Man wollte es uns trotzdem recht machen und brachte eine frisch zubereitete - aber leider völlig gewürzfreie - Pizza Marguerita mit Mais und Erbsen.
Um auch mal mit etwas positivem aufzuwarten: Die Bedienung ist grundehrlich. So sagte man uns, dass das Buffet den Tag über aufgebaut und abends für gewöhnlich nichts mehr nachgereicht würde. Das erklärt dann auch das kalte Essen und die etwas eigenwilligen Öffnungszeiten von 18-23 Uhr, nicht jedoch die hinter der Bar stehende, desinteressiert wirkende Bedienung und auch nicht den "Koch", der hin und wieder aus der Küche kam und mit vermeintlichen Stammgästen sprach.
Als wir dann satt waren (in diesem Fall bezeichnet dieser Begriff eher das Abhandensein von Freude am Essen als das von Hungergefühl), standen wir auf und gingen zum Zahlen zur Theke, um den Service nicht unnötig weiter zu bemühen - und vor allem nicht weitere Wartezeiten in Kauf nehmen zu müssen, die wir vorher schon zu Genüge hatten. Die Thekenwächterin rief Ihre Kollegin herbei und bewachte weiterhin die Theke. Die Kollegin konnte dann auch recht schnell den ausstehenden Betrag zusammenrechnen. Eigentlich war mir überhaupt nicht nach Trinkgeld zumute, doch wollte ich wenigstens eine Runde Summe zahlen müssen, um das Wechselgeld ohne Problem zurückzubekommen und nach die Bahn - die praktischerweise direkt vor der Tür abfährt - zu bekommen.
Leider sah sich die Dame nicht in der Lage mir das passende Wechselgeld zu geben und fragte nach Kleingeld. Ich war versucht das Trinkgeld im Nachhinein zu streichen, aber man ist ja doch freundlich. Wie es uns geschmeckt und in der Gaststätte gefallen hätte, fragte man uns glücklicherweise nicht. Vielleicht read more