Das "La Cantina" wird in der Zeitschrift "Münster geht aus" überschwänglich empfohlen. Das und die sehr positiven Bewertungen in diesem Forum haben uns veranlasst, gestern mit einer vierköpfigen Gesellschaft dort einzukehren. Man muss zunächst anmerken, dass die Bedienung sehr freundlich und zuvorkommend war und uns die Atmosphäre sehr gut gefallen hat. Das Essen war (dem Preis entsprechend) sehr frisch und schmackhaft, wobei ich aber auch betonen muss, dass es sicher nicht das Essen meines Lebens oder eine kulinarische Revolution war. Außerdem gab es einen kleinen Wehrmutstropfen, der schon so manch gutem Laden auf Dauer geschadet hat. Wir gehörten gegen 18 Uhr zu den ersten Gästen. Etwa gegen 18.30 Uhr traf dann eine vierköpfige Gesellschaft ein, deren Mitglieder den Besitzer des "La Cantina" scheinbar kannten. Es störte mich nicht, dass der Besitzer fortan fast durchgehend fröhlich lachend um den Tisch seiner Freunde herumschlawenzelte (Freundschaft ist ja etwas Schönes und Wertvolles und wir alle wissen, man muss eine Freundschaft pflegen), allerdings war ich etwas verärgert, dass wir auf die Vorspeise etwa 30 Minuten und auf das Hauptgericht geschlagene 45 Minuten warten mussten, während diese Leute nach 10 Minuten die Vorspeise serviert bekamen und dann zügig das Hautgericht. Auch war es z.T. ein Akt für uns, Getränke zu bestellen, was für die Freunde des Besitzers gar kein Problem darstellte. So was darf eigentlich nicht passieren, denn wir (und andere zurückgesetzte Gäste) bezahlen schließlich dasselbe Geld wie die Freunde des Gastgebers. Doch als wir die lange Wartezeit vorsichtig und höflich ansprachen, wirkte die Kellnerin genervt. Letztlich haben wir an diesem Abend ca. 120,--EUR im "La Cantina" ausgegeben. Das ist für vier Personen ein leicht gehobenes Preisniveau und im Zusammenhang mit der Qualität des Essens absolut in Ordnung. Allerdings hoffe ich, dass der schnelle Erfolg dieses Restaurants nicht dazu geführt hat, die Betreiber hochmütig werden zu lassen(zumindest die Tendenz war für mich deutlich erkennbar), denn Hochmut kommt bekanntlich oft vor dem Fall. read more