Nachdem ich seit längerem mal wieder Besuch hatte und nicht schon wieder meinem Stammitaliener in Memmingen nachgeben wollte, sondern auf Abwechslung aus war, entschlossen wir bei La Bruschetta vorsorglich zu reservieren, da mir bekannt war, dass dort stets viel los ist. An sich ein gutes Zeichen! Das hätten wir dann lieber doch sein lassen sollen. Sollte sich jemand dazu entscheiden hier doch einmal zu reservieren, dann empfehle ich am Telefon nochmal genau nachzufragen, ob tatsächlich ein Tisch frei ist und die Reservierung aufgenommen wurde, da ich die Dame am Telefon auf Grund der Hintergrundgeräusche und des gebrochenen Deutsch kaum verstanden habe. Zur Location:
Memminger Vorort Hart. Bis auf ein paar Häuschen mit winzigen Straßen gibt es dort letztlich nichts die Gaststätte in unmittelbarer Nachbarschaft zur Landstraße. Auf einen netten Ausblick hofft man vergeblich. Einen Parkplatz zu finden kann zu Spitzenzeiten eventuell schwierig sein. Wir hatten allerdings Glück und es waren diverse Plätze an der kleinen Durchgangsstraße frei. Je nach Verkehrslage und Wetter (Motorradfahrer) ist die angrenzende Landstraße offenbar als Rennstrecke freigegeben oder wird zumindest von manchen Hobbyrasern als Startpiste genutzt, jedenfalls war es während des Essens gelegentlich nervig die hochdrehenden Zwei- oder Vierräder wahrnehmen zu müssen. Aber das dauerte ja ohnehin eine Weile, das Essen
Wir hatten für 19:00 Uhr reserviert. Die meisten Gäste saßen draußen, da das Wetter stimmte. Es fühlte sich zunächst niemand für uns zuständig kein Wunder, siehe weiter unten. Auf Nachfragen bot man uns entweder den letzten Tisch auf der Terasse oder einen Innentisch an. Wir entschieden uns für die Terasse. Ecktisch. An sich nicht schlecht, jedoch im Gegensatz zu den ansonsten überwiegend richtigen Tischen lediglich mit 5EUR Plastikstühlen bestückt. Die Wachstischdecke wieß noch unzählige (Pizza?)Krümel der vorherigen Gäste auf. Auch das ist im Nachhinein nicht verwunderlich. Nun gut, nachdem wir etwas Kehrarbeit betrieben hatten, fing die Warterei an. Die Speisekarten wurden nach ca. 15-20 Minuten gebracht, nachdem unsere Tischzuweiserin nochmal vorbei kam und nachfragte. Zwei Karten für drei Personen. Naja, gibt schlimmeres.
Nach weiteren ca. 20 Minuten wurden Getränke und Essen notiert. Wir bestellten Wasser, Pinot Grigio, 1x Bruschetta (zum Probieren), 1x kleine Pizza (zum Probieren), Seezunge, Fischplatte von der Tageskarte und die dritte Person irgendein Schweinefleischgericht (angebraten mit frittierten Kartoffeln und einem Zitronensößchen). Wann genau die Getränke kamen weiß ich nicht mehr, aber allzu lange haben wir nicht gewartet. Allerdings war der Pinot wohl nicht im Kühlschrank gekühlt worden. Kurz vor 20:30 erhielten wir unser Bruschetta und die Beilagensalate. Das Bruschetta schmeckte sehr gut. Ansprechend mit Oregano gewürzt, leckere, saftige Tomaten, gutes Öl, wobei ich nicht bestimmen kann, ob es Olivenöl war. Der Salat wirkte frisch und enthielt zahlreiche Gemüsesorten. Das Dressing ist kein typisches für meinen Geschmack fades Essig-Öl-Gemisch, sondern schmeckt würzig. Um 20:30 faselte plötzlich irgendein Herr durch ein Megaphon (meine Vermutung, ich hatte mich nicht umgedreht), was keiner der Gäste in unserer Ecke verstand. Wahrscheinlich wurde der Gewinnertisch das abendlichen(?) Bingo-Spiels verkündet, wobei kurz darauf noch irgendein Nummernschild mit der Ergänzung Auto kaputt durchgegeben wurde. Wie auch immer.
Die Pizza wurde uns recht zügig nachgeliefert ich hatte sie ja extra als Vorspeise geordert. Also wenn das die kleine Pizza war, dann will ich gar nicht wissen, wie riesig die große ist. Geschmeckt hat sie sehr gut. Schön knusprig-dünner Boden mit dickem Rand und ansprechenden Toppings. Ein Hoch auf den Steinofen!
Zwischendurch wollten wir nochmals Getränke bestellen, was sich jedoch als äußerst schwierig erwieß, da an diesem Tag? die Bedienung schlecht aufgestellt und völlig überfordert war. Warum dann auch von Nachbartischen nur 1-2 Gläser/Tassen auf einmal abgeräumt bzw. Tabletts voll bestückt wurden, aber dann nicht mitgenommen wurden, ist mir etwas schleierhaft, aber nun gut.
Die Hauptspeisen wurden nach ca. 3/4 der Pizza aufgetischt. Die Seezunge wurde als Dorade angekündigt huch. Diese entpuppte sich aber doch noch als Seezunge. Zu den Fischen sollte es Pizzabrot geben. Nachdem wir mit dem Essen fast fertig waren, winkten wir dankend ab. Wer mag schon nachts noch Pizzabrot essen? Die Seezunge war gut. Das Zitronensößchen fand ich persönlich für den milden Fisch etwas zu kräftig. Meine Fischplatte bestand aus einem typischen 180g Lachsfilet, einem großen Flusskrebs (mit Kopf etc.), zwei großen Shrimps (mit Kopf etc.) irgendeinem Weißfischfilet und einem großen Tintenfisch, der sich wie Gummi anfühlte. Letzteren probierte ich nicht, da ich diesen ganz und gar nicht ausstehen kann. Damit sich die Tiere vor ihrer letzten Reise nicht unwohl fühlten, hat man offenbar mit dem Öl nicht read more