ich wurde in den letzten Jahren von der Psychiatriepraxis Jörg Weingärtner, Helgolandstraße 1, 14199 Berlin wegen einer sogenannten bipolaren Störung behandelt. Ich hatte unter einer schweren Depression gelitten, habe dann einen Ausweg gefunden und bin leicht manisch geworden. Als maßlose Überreaktion wurde mir dann Lithium verschrieben. Ich musste etwa alle drei Monate zur Blutabnahme, da ein überhöhter Lithiumspiegel sogar tödlich sein kann. Mir wurde aber verschwiegen, dass sogar ein viel niedrigerer Lithiumspiegel Nebenwirkungen haben kann, die die Lebensqualität ganz wesentlich beeinträchtigen. Ein etwa dreiminütiger Termin alle vier Wochen reicht zur Kontrolle noch lange nicht aus. Somit handelt es sich in meinem Fall um grobe Fahrlässigkeit seitens des Psychiaters.
Ich habe vor etwa einer Woche Lithium auf eigene Initiative abgesetzt. Das hat einen Wunder bewirkt. Ich kann jetzt nachts durchschlafen, ohne fünf oder sechsmal austreten zu müssen. Die Schlafqualität ist auch noch sehr gut, so dass fünf Stunden ausreichen und ich immer noch jede Menge Energie habe. Mit einem Wort äußerst produktiv.
Lithium hat mich buchstäblich vergiftet. Ich stütze mich dabei auf ein Dokument der U.S. National Library of Medicine (American Society of Health-System Pharmacists, Inc.
https://www.nlm.nih.gov/medlineplus/druginfo/meds/a681039.html
Die bei mir während der Lithiumeinnahme aufgetretenen Symptome umfassen:
1. extremen Durst
2. häufiges Wasserlassen
(Kategorie: Some side effects may be serious. If you experience any of the following symptoms, call your doctor immediately or get emergency medical help.)
1. Durchfall (ganz extrem bis zur vollgeschissener Hose)
2. Müdigkeit
(Kategorie: If you experience any of the following symptoms, stop taking lithium and call your doctor immediately.)
Ob noch weitere Nebenwirkungen vorlagen, werde ich gemeinsam mit meiner Hausärztin prüfen.
In den letzten Jahren wurde Herr Thomas Henkel, Einzelfallhelfer, Kamminer Str. 5
10589 Berlin mit meiner Betreuung beauftragt, zunächst für sechs, später für vier Stunden pro Woche. Sein Verhalten war noch mehr als grob fahrlässig, es war entweder der Gipfel der Inkompetenz oder einfach absichtlich. Als ich bei einem Ausflug mit ihm die Hose wegen extremen Durchfalls vollgemacht habe, hat er mich angeschrien und meinte, es wäre absichtlich. Dabei hat er mir Agressivität vorgeworfen. In der Tat war es umgekehrt. Er hat sich in den ganzen Jahren überhaupt nicht mit den möglichen Nebenwirkungen des Lithiums befasst und seine Fürsorgepflicht sträflichst vernachlässigt.
Seine menschenverachtendene Haltung mir gegenüber kommt auch noch in dem von ihm geschriebenen und von mir kommentierten Entwicklungsbericht Einzelfallhilfe Stephen Smith November 2014 bis November 2015 zum Ausdruck. Das obwohl ich immer recht freundlich zu ihm war, ihm immer einen Kaffee zubereitet habe und mit ihm über Gott und die Welt geredet habe. Ich war eben "der Verrückte", den es zu kontrolleren galt.
Oops, zu früh gesprochen.
Basiswissen Psychopharmaka
Von Matthias Seibt
Worte sind das stärkste Rauschgift, das die Menschheit verwendet
Joseph Rudyard Kipling
Vorwort
In dieser Schrift lesen Sie meine Meinung. Immer, wenn Sie etwas lesen, lesen Sie nur die Meinung dessen, die oder der da schreibt. Alles was gesagt wird, wird von jemandem gesagt. Die Meinungen über das, was wahr ist, haben sich immer wieder gewandelt.
Verantwortung
Dieses Wort wird meines Erachtens häufig falsch benutzt.
Politiker verantworten einen Krieg, aber andere Menschen als diese Politiker werden getötet oder verstümmelt. Politiker verantworten die Kürzung einer Sozialleistung aber es sind andere Menschen, die nun mit weniger Geld leben müssen.
Ärzte verantworten die Verschreibung von Psychopharmaka, aber wenn Nebenwirkungen oder Spätschäden auftreten, sind es nicht die Ärzte, die damit leben müssen.
Daher: Verantworten kann man nur die Handlungen, deren Folgen man selber trägt. Wenn die Folgen der eigenen Handlung andere tragen, dann hat man Macht.
Das bedeutet, nicht der Arzt trägt die Verantwortung, sondern der Patient. Der Patient hat zwar eine/n Fach/frau/mann konsultiert, doch in wie weit dieser Rat des Fachmanns befolgt wird, entscheidet der Patient. Beim Friseur oder Gebrauchtwagenhändler erscheint es uns selbstverständlich, dem Rat des Fachmanns nicht blind zu vertrauen.
Beim Arzt nicht. Der Arzt hat Macht durch das Ansehen, das Ärzte in der Gesellschaft haben. Dieses Ansehen ist vergleichbar mit dem Ansehen der Priester in einer Zeit, als das Christentum noch Macht hatte.
Dieses Ansehen ist genauso wenig wie das Ansehen der Priester im Mittelalter rational begründet. Es ist eine Glaubensfrage.
Auch in früheren Hochkulturen (Ägypter, Römer, Inkas) hatte ein Mensch, so er denn zur Oberschicht gehörte, gute Chancen 60 bis 90 Jahre alt zu werden. Durch die For read more