Auf der Suche nach einem geöffneten Restaurant in Remagen landeten wir in der Hans Arp Allee im Interieur no 253 - der Name klingt einfach so ansprechend konfus und freie Parkplätze vor dem Haus gab es auch. Unten ist ein Museum untergebracht, oben findet sich die Bar mit Restaurant Betrieb.
Wir fanden im gut besuchten Restaurant einen Tisch und bestaunten erstmal die "künstlerische" Umgebung mit gemalten Akten, Drucken, eigenartigen Sitzmöbeln (von unten beleuchtet) und Kronleuchtern. Es ist augesprochen laut hier, das Restaurant hat durch sehr hohe Decke Hallen Charakter. Wir wunderten kurz uns ein wenig über die doch etwas beschränkte Karte mit lediglich einem Menue und mehreren eher kleineren Gerichten und bestellten: Heringsalat mit Tafelspitz an Bratkartoffeln und grünem Salat, Pasta ripiene (Nudeln mit Birnen und Parmesan), Roastbeef mit Sauce Tartar, Salat und Drillingen.
Kurz nach der Bestellung (18 Uhr) - wurden die Karten gewechselt. Eigenartig, dass man als Gast so kurz vorher über den anstehenden Wechsel zur Abendkarte nicht informiert wurde.
Der Heringsalat mit Tafelspitz (was für eine Zusammenstellung - das passt aber wirklich) wurde im Glas serviert und schmeckte ausgezeichnet. Der Salat wies lediglich Anzeichen einer leichte Vinaigrette auf, wirkte aber ausgesprochen fad. Nicht gut passten aber die gekochten Kartoffeln, die lediglich im Stück in Öl geschwenkt waren - sehr fettig, keine Röstaromen. Die Nudeln hatten tatsaechlich Anteile von gekochten Birnen, das passte sehr gut zu den Granda Padano Käse Spänen und der sehr feinen Rahmsauce. Das Roastbeef wurde mit einer Sauce Tartar serviert, wies aber ausserhalb der Sauce nur gering den typischen Eigen-Geschmack auf. Der Salat war wie beim anderen Gericht keine Sternstunde. Die dazu gereichten Drillinge waren etwas arg fettig und etwas zu salzig, dazu erkennbar teilweise schon etwas angetrocknet durch langes Warmhalten.
Insgesamt eine eigenartige Vorstellung: anspruchsvoll zusammengestellte Gerichte, die handwerklich nur teilweise überzeugen konnten, tolles Ambiente, dazu die seltsame Vorstellung der Service Leute mit dem Kartenwechsel. Ich würde vermuten, dass man viel mehr kann, als wir hier gesehen haben. Trotzdem natürlich etwas schade. Aber einen zweiten Versuch wert :-) read more