Wir sind erstmals im Jahr 2001 mit dem Hotel im Park in Berührung gekommen. Geplant hatten wir eine Kanutour auf der Krutyna und suchten eine Unterkunft. Im Internet fanden wir das, was wir inzwischen als unseren Steg an unserem See bezeichnen. Wir, dass sind Tatjana, Wolfgang und die Kinder Frederik, Karoline und Helene, die im Jahr 2001 32, 43, 9, 8 und 3 Jahre alt waren.
Dieser erste Urlaub im Hotel im Park stand unter keinem guten Stern. Mehr als 20 Stunden Anfahrt über damals noch gewohnheitsbedürftige polnische Landstraßen, die fremde Sprache, die vollkommen fremde Kultur, drei Erkrankungen in der ersten Ferienwoche und der Abbruch nicht nur der Kanutour sondern des gesamten Urlaubs durch die Mumpserkrankung der Tochter hätten sicherlich bei vielen anderen zu der Reaktion Nie wieder! geführt. Dann geschah etwas seltsames: Die Anfangs als unfreundlich empfundenen Eingeborenen entpuppten sich als hilfsbereite, flexible, zuvorkommende und liebenswerte Menschen, die uns alle mögliche Hilfe angedeihen ließen. Ein Zimmer, in dem das Kind schlafen konnte? Kein Problem! Können wir noch etwas für Sie tun? Sie möchten sofort abreisen? Kein Problem. Sie möchten bezahlen? Wieso für drei Wochen, sie waren doch nur eine Woche bei uns. Können wir Ihnen ein Lunchpaket für die Fahrt mitgeben?
Ein Jahr später war die ganze Familie, diesmal verstärkt durch den Hund Bonita wieder in Masuren und wieder bezogen wir ein Dachhaus. Verändert hatte sich gegenüber dem Vorjahr so gut wie nichts
Wie sieht es heute, im Jahr 2012 aus?
Das Dachhaus für den Sommerurlaub 2013 ist bereits gebucht. Inzwischen das siebte Mal. Wir sind zwar nur noch zu zweit, aber die anderen Ortmann die bereits ausgezogenen und studierenden jammern jedes Mal herum, wir sollten doch so buchen, dass sie auch mitfahren könnten. Und dass, obwohl das Hotel im Park eigentlich nichts hat, was Kinder der heutigen Zeit brauchen. Aber eigentlich hat es doch alles: Wasser, Sonne, viel Platz zum Spielen und herumtollen, viele andere Kinder, Langeweile, kein Internet, in den Dachhäusern noch nicht einmal Fersehen und keine Nachbarn, die sich über spielende Kinder beschweren. So kann man Kinder beobachten, die wieder Kind sind und sich selbst beschäftigen, die Freundschaften schließen ohne dass die Eltern die Verabredungen treffen. Und man trifft immer wieder alte Bekannte aus den Urlauben der Vorjahre.
Auf letztere freuen wir uns auch für das kommende Jahr ganz besonders. read more