Das Restaurant Haimerlhof liegt in der Preysingstraße im Markt Wolnzach im Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm, mitten in der Holledau.
Es befindet sich im Erdgeschoß des gleichnamigen Hotels, wird jedoch verpachtet, so dass Restaurant und Hotel letztlich nichts miteinander zu tun haben. Das Restaurant bietet deutsche Küche, die weder im Gewand modernistischer Geleefabrikationen, noch urbayrisch und fettgeladen daher kommt. Stilistisch und kulinarisch steht das Restaurant sicherlich eher im Gegensatz des übrigen gastronomischen Angebots von Wolnzach und Umgebung, welches sich einerseits aus urbayrischen Gasthöfen, andererseits aus ausländischen Imbissen (Döner, Pizza, Eiscrème) speist Wir besuchten (zwei Erwachsene, Mitte Zwanzig) das Restaurant Haimerlhof am Samstag zu einer gastronomischen No-Go-Zeit um knapp sechs Uhr abends mit wegen fehlender Mittagsmahlzeit- knurrenden Bäuchen. Zu dieser Zeit befanden sich noch keine weiteren Gäste im Restaurant. Während unserer Mahlzeit füllte es sich mit drei weiteren Grüppchen. Wegen der frühen Zeit kann ich also keine Aussage darüber treffen, wie voll das Restaurant zu Stoßzeiten wird und ob dann evtl eine Reservierung empfehlenswert ist. Uns sind jedoch auch keine reservierten Tische aufgefallen, so dass das Restaurant vermutlich nicht ausgelastet ist und man jederzeit unangemeldet hereinspazieren kann. Zum Ambiente:
Von der Tür kommt mal linkerhand in den Gastraum. In diesem befindet sich eine hübsche Holztheke, sowie knapp 15 rechteckige Tische für 2- 6 Personen. Die Möbel sind außer die Theke in einem hellen, einfachen Holz gehalten, und wirken in Verbindung mit dem Fliesenboden etwas einfach und kühl. Durch die zumindest bei unserem Besuch blütenweißen Tischdecken, Blümchen und Fensterschmuck sowie Kerzen auf allen Tischen wird dieser Eindruck etwas wettgemacht. Insebsondere als die Dunkelheit sich senkte kam im gelben Licht der Deckenbeleuchtung Gemütlichkeit auf. Zum Service:
Freundlich und auch völlig unfallfrei wurden wir von einer Frau im mittleren Alter (vermutlich die Dame des Hauses) sowie einem jungen Herrn bedient. Zum Essen:
Zunächste fiel uns die Karte positiv auf: Sie enthielt eine kleine Auswahl an Vorspeisen (ca. 5 verschiedene), mehrere Hauptgerichte, davon 2 Fischgerichte und ein vegetarisches, sowie 3 Nachspeisen. Laut Überschrift galt die Karte nur eine Woche und es fiel mir auf, dass v.a. bei den Gemüsen nur Dinge angeboten wurden, die derzeit heimisch und in vertretbarer Qualität angeboten werden können. Für mich sprach das dafür, dass hier noch mit Auge auf die geschmackliche Qualität selbst gekocht wird. Gleichzeitig war genügend Auswahl vorhanden, so dass jeder auch etwas für den subjektiven Geschmack finden kann. Die Preise sind für die Gegend eher niedrig angesiedelt, insbesondere für ein vollwertiges Restaurant. Jedoch muss man 10-25 EUR für ein Hauptgericht anlegen, so dass man mit einem Besuch beim indischen Pizzabäcker oder im Dönerladen in Wolnzach natürlich billiger satt wird.
Dazu gibt es die üblichen nichtalkoholischen Getränke, ein paar wenige Stamperl, sowie eine größere Auswahl an verschiedenen Biersorten und Weinsorten, wobei bei den Weinen in der Karte Aroma und Note beschrieben war, um nicht so Geübten die Auswahl zu erleichtern. Kurz nachdem wir uns gesetzt hatten, brachte uns die Bedienung zunächst aus hübschen ovalen Tellern einen kleinen Gruß aus der Küche:
Ein Klecks Frischkäsecrème, in der winzige Birnenstücken und Kresse verarbeitet war, serviert mit 2 Blättchen Feldsalat. Ich weiß nicht, ob dieser an alle Gäste serviert wurde, oder ob nur wir in den Genuss kamen, weil wir so frühzeitig da waren und die Küche erst bei unserem Eintreffen angeschmissen wurde und wir so u.U. wenige Minuten länger auf das Essen warten mussten als später eintreffende Gäste.
Uns beiden schmeckte die Crème sehr gut, sie war leicht fruchtig und angenehm scharf von sehr frischer Kresse. Wir bestellten jeweils nur ein Hauptgericht. Mein Begleiter wählte ein Schweinefilet mit Rahmsauce, mit zweifarbigen Bandnudeln und einem Gemüseallerlei aus Möhrenjuliette und Zuckerschoten, Preis ca. 14 EUR.
Ich nahm das vegetarische Hauptgericht, ein Grillgemüse mit Pastinakensauce sowie einem Pilzrisotto für 9, 50 EUR. Wir waren beide mit unserem Essen absolut zufrieden. Zugegebenermaßen handelt es sich bei beiden Essen um Dinge, die sowohl von den Zutaten her als auch handwerklich einfach sind. Jedoch und gerade da kann ein Restaurant auch mächtig enttäuschen. Dies war beim Haimerlhof für uns nicht der Fall. Wir bekamen beide eine ordentliche Portion, als wir gingen waren wir beide angenehm gesättigt, obwohl wir auf Vor- oder Nachspeise verzichtet hatten. Gleichzeitig waren die Teller auch nicht unfein überladen, und das Essen machte keinen übermäßig fetten Eindruck. Mein Begleiter hatte zwei kleine, sehr schön aussehende Stücke Fleisch bekommen. Er liebt normalerweise Rahmsaucen, sagte jedoch hier, das Fleisch sei perfekt gebraten und so gut read more