Berufsbedingt mussten meine Freundin und ich von Hamburg in die Nähe von Osnabrück ziehen. Nachdem wir einige Umzugsunternehmen angefragt haben und auch Außendienstler verschiedener Unternehmen in der Wohnung hatten, um ein konkretes Angebot mit Ab- und Aufbau abzugeben, haben wir uns für Hansetrans entschieden. Ausschlaggebend war hier nicht der Preis (Hansetrans war von 5 Angeboten das Zweithöchste), sondern die Aussage des Verkäufers, dass Umzüge nicht mit Subunternehmen gemacht werden und in jedem Team mindestens 2 gelernte Handwerker sind. Am Ende des Tage wohl auch blauäugig von uns dies zu glauben.
Bis zum Tag des Umzuges lief auch alles völlig problemlos und unkompliziert, die Kartons und Verpackungsmaterial für den Inhalt aller Schränke wurde frühzeitig gebracht, Halteverbote aufgestelltund dann kam der Umzug und das 3-Mann Umzugsteam von Hansetrans bzw. dem Subunternehmer Schneider aus Steinkirchen inkl. 1 (!!!!) Akkuschrauber, ca. 5 Schraubenzieher und einem Gummihammer. Das war`s! Keine Sicherheitsschuhe, keine Arbeitskleidung, kein nix. Heute denke ich, ich hätte das ganze vielleicht in dem Moment schon stoppen müssen, aber das wir aus der Wohnung mussten blieb auch irgendwo keine große Wahl.
Wir haben im Schlafzimmer einen recht großen und schweren Massivschrank, den wir uns von einem Tischler haben anfertigen lassen, außerdem einen extrem schweren Wohnzimmerschrank den wir geerbt haben. Genau aus diesem Grund hatte ich die Firmen unsere Wohnung begutachten lassen, da ich wusste das der Transport aus dem 3.Stock zum LKW ein Kraftakt wird. Es zeigte sich dann auch innerhalb kürzester Zeit, dass man Zeitmäßig in große Probleme laufen wird und das doch sehr schwach ausgeprägte Handwerkliche können hier auf eine große Probe gestellt werden wird. Zeit konnten wir eigentlich nur dadurch gewinnen, dass ich am Ende den Großteil der Umzugskartons selbstständig nach unten getragen und in den LKW verladen habe. Der Abbau zog und zog sich und war am Ende erst gegen 15.30 beendet. Danach folgte eine knapp 2,5 stündige Fahrt und der Aufbau in der neuen Wohnung. Bei Ankunft war es dann auch schon nach 18 Uhr und die Panik bei der Mannschaft brach aus, da man am nächsten Morgen um 6 Uhr bereits beim nächsten Kunden in Hamburg sein musste. Dementsprechend verlief das auspacken und der Aufbau der Möbel.
Wohnzimmerschrank: 2 Ecken kpl. weggebrochen
Sofa (aus Stoff): an der Rückseite gerissen
Esstisch: 1 Bein angebrochen
2 Glaswasen: In Scherben
Schlafzimmerschrank: Eine Seitenwand kpl. zerkratzt, Schrauben verschwunden, Türstopper gebrochen, konnte nicht wieder aufgebaut werden
So entschwand das Team gegen 23 Uhr zurück nach Hamburg und wir standen im Chaos. Wir haben bereits vor auf der Bestätigung des Teams eine Großteil der Schäden vermerkt und am nächsten Tag alles mit Fotos und Erklärungen noch einmal an Hansetrans in Hamburg geschickt. Nach 3 Telefonaten und ca. 5 Wochen meldete sich dann eine Versicherung, die uns nochmal um Aufgabe der Schäden und Kostenvoranschläge für Reparaturen bat. Diese haben wir dann auch zusammengetragen und an die Versicherung geschickt. Wieder 3 Wochen später gab es dann das Angebot der Versicherung die beiden Vasen zu übernehmen, da das Umzugsteam bestreitet, dass die übrigen Schäden beim Umzug entstanden sind. Mit der Annahme der 50,- für die Vasen sollten wir uns natürlich auch verpflichten auf alle weiteren Forderungen zu verzichten.
In der Zwischenzeit ist das ganze vor Gericht. Auch nach mehreren anwaltlichen Schreiben gab es keinerlei Bewegung von Seiten der Versicherung. Von Hansetrans kommt überhaupt keine Reaktion mehr, da das ganze ein Versicherungsfall ist.
Jeder muss sich sein eigenes Urteil bilden, aber ich kann nur jedem abraten mit Hansetrans zu arbeiten, da auch diese Firma nur das schnelle Geld will, sich für nichts zuständig fühlt und bei Problemen auf Subunternehmer oder Versicherung verweist. read more