Dieses Gymnasium ist eine Katastrophe! Das schon einmal vor weg. Ich versuche hier möglichst sachlich zu bleiben, aber in einigen Fällen muss ich einfach meine Meinung deutlich machen. Ich versuche einen breiten Einblick in die Schule und Lehrerverhalten zu geben anhand einiger Beispiele. Oft kommt das mit nichtssagenden Bewertungen (siehe zum Teil oben), zu kurz. Wer sich den Text ersparen will, hier eine Zusammenfassung:
- Lehrangebot gut, außerschulische Veranstaltungen vorhanden.
- Unfreundliches Sektretariat. Nicht hilfsbereit, zum Teil extrem frech.
- Lehrer (teilweise) kompetent (wie auf jeder Schule), jedoch felht es total an sozialen Komponenten des Schüler-Lehrer Verhältnises!! Überhaupt kein Interesse an Schüler seitens der Lehrer.
- Stark subjektive Bewertung der Lehrer. Stigmatisierung wahrscheinlich.
- Man kann sich gut in die Klassen integrieren, jedoch (nach meiner Erfahrung) bilden sich viele abgrenzende Gruppen. Muss jeder selbst entscheiden.
Ich besuchte die Schule seit der 5. Klasse (Schwerpunkt Französisch als Zweitsprache) und gehörte zum letzten G9-Jahrgang. Damals kam das Gymnasium Othmarschen für mich in Frage, weil es einen "guten Ruf" hatte und vor allem weil Französisch seit der 5. Klasse angeboten wurde.
Zuerst will ich anmerken, dass das Sekretariat eine Zumutung ist! Immer wenn ich meine HVV-Bescheinigung benötigte, wurde mir mit unendlichen Desinteresse, teilweise sogar mit extremer Frechheit begegnet. Auch wenn man nur Kreide für den Unterricht holte, war das anscheinend schon zu viel verlangt. Es gab deshalb auch viele viele Beschwerden, selbst Schüler des benachbarten Gymnasiums Hochrad (Oberstufe erfolgte mit gemischten Gymnasiumklassen) beschwerten sich. Mein Bruder benötigt eine englische Übersetzung seines Abiturzeugnises für sein geplantes Auslandsjahr. Also fragte er dort im Sekretariat an und (wie verwunderlich) ihm wurde sofort mit abweisenden Kommentaren geantwortet. Sie füllten sich dafür nicht verantwortlich, hätten keine Zeit für so etwas. Nach mehrfachem Nachfragen würde der Ton deutlich unangebrachter. Wie er sich erdreisten könne so oft dort herzu kommen, um diese Übersetzung zu kriegen, war dann die Bemerkung. Im benachbarten Hochrad kostet es 10EUR sein Zeugnis ins Englische übersetzen zu lassen, jedoch leider nur für Schüler deren Zeugnis dort ausgestellt wurde. Für mich ist das ganz klar ein Zeichen dafür, dass die sich dort einen Dreck um die Probleme der Schüler kümmern! Selbst wenn man dort keine Übersetzung vornehmen kann, sollte es möglich sein in normalen Ton Auskunft zu geben. Das Sekretariat ist nicht hilfreich, geschweige denn zuvorkommend, man tut sich besser daran, dort nicht vorbeizuschauen! Ähnliches wurde ihm seitens seinre ehemaligen Lehrer entgegengebracht. Die Nachfrage bei der Englischlehrerin, ob sie wüsste, wo man sein Zeugnis übersetzen lassen könne, endete mit dem leicht polemischen Kommentar: "Du warst doch bei mir im Unterricht, dann müsstest du das doch selber können!"
Jetzt zur Schule:
Schon in der Unterstufe kam es vor, dass Schüler durch einige Lehrer vor der Klasse blamiert oder angeschrieen wurden. Meiner Meinung nach, selbst wenn es "begründet" war durch Vergessen der Hausaufgabe o.ä., waren diese Reaktionen pädagogisch falsch und wirken sehr nach veralteten Lehrmustern. So kam es, dass diejenigen Mitschüler stark eingeschüchtert wurden und somit unmotivert, bzw. kaum noch am Unterricht teilgenommen haben. Natürlich hatte dies Auswirkungen auf die Schulnoten.
Außerdem kam es zu einer Stigmatisierung, gewiße "negative" Einschreibungen der Lehrer hafteten den Schüler dauerhaft an. Selbst wenn man sich bedeutend mehr engagierte, wurden die Leistungen letztendlich schlecht bewertet. Es fand also keine objektive Bewertung statt. Wenn man einmal einen schlechten Eindruck erweckt hat, war es schwer diesen entgegenzuwirken. Gleiches gilt aber auch für positive Einschreibungen. So wurden fortlaufen gute Noten an diejenigen verteilt, die anfangs auch positiv aufgefallen sind.
Ich will hier keine Leistung schlecht, oder besser sprechen, und schon gar nicht meinen "Frust" ablassen.
Nur ergab dies verteilt auf die 5 1/2 Jahre (in der Oberstufe habe ich die Schule gewechselt), die ich auf diesem Gymnasium verbracht habe, eine ständige Reproduktion der Ungleichheiten bezüglich den Bewertungen der Schülerleistungen. Und auf Dauer demotiviert das jeden!
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass mich solche frühen negativen Einschreibungen bis in die Oberstufe begleitet haben, sofern ich Unterricht bei denjenigen Lehrern hatte. Ich spreche hier nicht von "schwerwiegenden" Ereignissen, viel mehr von Sachen wie Unaufmerksamkeit im Unterricht, HA vergessen etc.
Es war erschreckend auffällig, wie eines von vielen Ereignissen verdeutlicht: In der 9 Klasse hat ein Mitschüler den anstehenden Bio-test kopiert und mit Antworten an alle Schüler verbreitet. Darauf hin gab es ein relativ homogenes Antwortverhalten. Nur seltsam das read more