Nicht zum ersten Mal habe ich Dresden besucht. Diesmal ging ich durch das Barockviertel. Darauf können die Dresdner wirklich stolz sein: Viele kleine Geschäfte, Restaurants, Boutiquen - alles vom Feinsten. Ein Kleinod von Elbflorenz!
Die Dreikönigskirche stellt im Foyer immer Künstler aus - zur Zeit Blattgoldarbeiten eines sächsischen Bildhauers. Unbedingt mal vorbeischauen. Kleine Geschenke gibt es dort im Dritte-Welt-Laden, auch Schnitzereien. Außerdem ist ein kleines Cafe in der Drei-Königs-Kirche. Man kommt dort mit Dresdnern schnell ins Gespräch.
Was mir besonders gefallen hat: Im Barockviertel gibt es geballte Kunst - etwa sieben bis acht Galerien. Vieles kann man schon durch die Schaufenster sehen. Ausgenommen freundlich die Dresdner. Im Kunstviertel schlagen die Uhren anders, man flaniert durch die kleinen Gassen, alles viel ruhiger und gemütlicher als auf der anderen Elbseite um die Frauenkirche. Wer seine Geldbörse schonen will, kauft hier ein. Die Preise erschienen mir moderat.
Meine Einkäufe erledigte ich in der Kunsthandwerkerpassage. Das sind sechs kleine Gäßchen, die von der Hauptstraße aus verlaufen, etwa 100 Meter nach links hinter dem Goldenen Reiter: Hier findet man Antiquitäten, Porzellan, Räuchermännchen,das russische Restaurant St. Petersburg, den Einseifer, Wohnungsassecoires, eine Weinstube. Hier ist auch das Societätstheather - ein Haus mit Geschichte. Mal reinschauen, immer interessante Aufführungen.
Quasi im Hinterhof der Kunsthandwerkerpassage befindet eine hübsche Grünanlage. Viele Sitzplätze laden zur Rast ein.
Eingekauft habe ich in der Galleria bell Arte. Die Galeristin ist Italienerin, darum auch der Name. Hier gab es Radierungen und Stahlstiche mit Dresden-Motiven. Ich habe gleich sechs Stück für meine Freunde in Berlin gekauft. Die Inhaberin der Galerie stellt neben historischen Bildern auch immer moderne Kunst aus. Sehenswert!
In der Galerie kann man eine uralte Druckpresse besichtigen, auf denen die Radierungen noch gedruckt werden. Die Galeristin gibt auch viele Tipps, Hotel- und Restaurantempfehlungen, kennt sich bestens in Dresden aus.
Nach dem Bummel durch das Barockviertel geht man in Richtung Goldener Reiter, quert die Hauptstraße mittels Tunnel. Der ist ziemlich verwahrlost. Dann runter an Elbufer. Von hieraus hat man einen tollen Blick auf die Altstadt mit der Frauenkirche, Semperoper und dem Terrassenufer. Am jenseitigen Ufer legen die Raddampfer ab. Erholung mitten in einer Großstadt.
Viel Spaß in Dresden! Ich komme wieder. read more